Grünsfeld

Musikschulpodium Fast 20 Nachwuchskünstler zeigten einen Querschnitt ihrer Probenarbeit

„Talente, die Anlass zu Hoffnung geben“

Archivartikel

Viele musikalische Talente kennt die Kommune. Ausgebildet werden sie von der Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal.

Grünsfeld. Beim Musikschulpodium im Rienecksaal zeigten fast 20 Nachwuchskünstler einen Querschnitt aus ihrer Probenarbeit.

„Talente, die Anlass zur Hoffnung geben“, nannte Edgar Tempel die jungen Akteure. Der Musikschulleiter lobte die Nachwuchskünstler für ihren Mut, vor einem größeren Publikum zu spielen. „Die jungen Musiker geben ihr Bestes“, versicherte Tempel. Ihre Darbietungen machten seiner Meinung nach deutlich, dass man mit Fleiß und Engagement viel erreichen kann.

Dann wurde musiziert. Noch immer ist die Blockflöte das klassische Einstiegsinstrument. Lukas Blasius und Philipp Deskowski sind sechs beziehungsweise sieben Jahre alt und spielen erst seit kurzem miteinander. Trotzdem hatten sie einen ansprechenden Vortrag einstudiert. Schwungvoll interpretierten die jüngsten Teilnehmer des Musikschulpodiums „Hänschen Rock“. Ihre Darbietung war ein bemerkenswerter Beleg für die alte Weisheit: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“

Emilio Bach und Jonathan Christ standen den beiden nicht nach. Auch sie sind gerade erst sieben Jahre alt. Als Duo präsentierten sie ziemlich gekonnt „Funky Bubble“ und „Wintermeer“.

In unterschiedlichen Variationen

Streicher in unterschiedlichen Variationen durften beim Vorspielabend nicht fehlen. Fiona Kura bildete zusammen mit Manja Huber ein harmonisches Violinen-Duo. Die beiden brachten Ludwig van Beethovens „Romanze“ zum Vortrag. Sarah Treutlein spielte auf dem Cello zusammen mit Edgar Tempel „Tambourin“ von Jean-Philippe Rameau.

Als Klarinettenduo überzeugten Sophie Barthel und Fiona Vollrath. Fein aufeinander abgestimmt präsentierten die beiden Karl Michael Bellmanns „Melodie für Sophia“ und Valentin Rathgebers musikalischen Ratschlag „Alleweil ein wenig lustig“.

Recht exotisch muss Amelie Waldecker sich an diesem Abend vorgekommen sein. Als einzige spielte sie das Horn. Ihr Vortrag war ebenso ungewöhnlich. Elton John hat seinen Pop-Hit „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ sicher auch noch nicht auf einem solchen Instrument gehört.

Eine zahlenmäßig große Abteilung bildeten die Klavierspieler. Emily und Luna Firmbach traten als Duo und als Solistinnen auf. Gemeinsam bezauberten die beiden Schwestern mit zwei populären Kompositionen: „When the Saints“ und „Oh Susanna“. Allein brachte Luna Firmbach Daniel Hellbachs „Polka“ und einen „Slawischen Tanz“ zu Gehör. Ihre Schwester Emily gefiel als Klaviersolistin mit der Volksweise „Greeensleeves“.

Sophia Deskowski spielte Ludwig van Beethovens berühmte Komposition „Für Elise“. Elegant und mit leichter Hand bot Helena Preuß Friedrich Kuhlaus „Sonatine“ dar. Florian Christ steigerte mit den poppig angehauchten „Variationen“ von Daniel Hellbach und „Feel the beat“ den Schwierigkeitsgrad. Eine erstaunliche Souveränität legte Daniel Eckert an den Tag. Ausdrucksstark spielte er den ersten Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Klaviersonate Nr. 15“.

Instrument der leisen Töne

Die Gitarre ist ein Instrument der leisen Töne. Könner vermögen es trotzdem, das Publikum mit ihr in Bann zu schlagen. Philipp Eckard und Philipp Christ sind mit Preisen bedachte Sologitarristen. Beide präsentierten Teile des Programms, mit dem sie bei „Jugend musiziert“ ausgezeichnet wurden. Das Publikum kam so in den Genuss, „Entreé et Gigue“ aus Guiseppe Brescianellos „Partita A-Dur“ und Leo Brouwers „Un Dia de Noviembre“ zu hören.

Die Stücke wurden mit folgenden Lehrern vorbereitet: Manja Huber (Violine), Jochen Kaiser (Gitarre), Rainer Kogelschatz (Klavier), Natali Krasnoperova (Klavier), Jochen Rothermel (Blechblasinstrumente), Edgar Tempel (Blockflöte, Cello) und Tina Zaß (Klavier).

Musikalische Talente können die Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal beim Tag der offenen Tür am Freitag, 4. Mai, in Lauda besuchen. Die „Musizierinsel“ hat von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Dann kann man die Unterrichtsangebote der Musikschule kennenlernen, Instrumente anschauen und ausprobieren.