Grünsfeld

Kickboxen Vier Grünsfelder bei den ADCC-German-Championships in Magdeburg am Start

Ulmrich und Vath ganz oben auf dem Siegerpodest

Archivartikel

Grünsfeld.Bei der weltweit renommierten Reihe, dem ADCC-German-Championship, kamen am Samstag 163 Sportler aus 55 Clubs und 13 Ländern in Magdeburg zusammen. Die Alpha-Fighters waren mit Leon Nuss, Stanley Kem, Janik Ulmbrich und Trainer Martin Vath am Start.

Bei diesem Wettkampf treffen sich alle ringerischen Sportarten zu einem Regelwerk. Gekämpft wird mit kurzer Hose, mit oder ohne Shirt. Vereinfacht gesagt, es sind alle Würfe und im Bodenkampf alle Hebel, Würger erlaubt. Es gibt drei Leistungsklassen, Beginner, Intermediate und Experts und verschiedene Gewichtsklassen.

Dass hier die besten Sportler aufwarteten, spürten die jungen Sportler Leon Nuss (acht Jahre) und Stanley Kem (13 Jahre) selbst, als Leon Nuss im Achtelfinale mit Würger gegen den späteren Turniersieger und Stanley Kem im Halbfinale per Armhebel, ebenfalls gegen den späteren Turniersieger gestoppt wurde.

Leon Nuss traf auf den starken Nicolas Montag vom heimischen Dino-Team in der Gewichtsklasse bis 32 Kilogramm bei den Kindern von sieben bis zehn Jahren. Nach einigen Wurfversuchen drehte der Magdeburg einen Wurf und attackierte Leon aus der Oberlage. Als er den Rücken einnahm, setzte er einen Würger an und gewann.

In der Fortgeschrittenen-Klasse kämpfte sich Stanley Kem noch ins Viertelfinale durch, traf in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm der Jungs von elf bis 14 Jahre (Intermediate) im Halbfinale auf den Hamburger Darnell Tyrone Krause.

In einem harten Kampf setzte der Hamburger einen Wurf an und besiegte Kem mit einem gestreckten Armhebel. Dadurch reichte es für den Grünsfelder noch für Bronze und einen Platz auf das Treppchen.

Dominierte Janik Ulmrich dieses Jahr noch die Deutsche Meisterschaft der DGL in seiner Klasse, wusste jeder, dass mit ihm hier in einem internationalen Teilnehmerfeld ebenfalls stark gerechnet werden durfte. Und er überzeugte voll.

In seiner Klasse der Jugend von 15 bis 17 Jahren bis 70 Kilogramm waren vier Kämpfer registriert – ein sehr starkes Teilnehmerfeld.

Im Halbfinale traf er auf den Polen Michal Borowski vom Elite-Gym aus Oberniki. In diesem taktischen Match ging es hart her, bis es der junge Grünsfelder durch einen tollen Wurf auf den Boden verlagerte. Dort war es nur noch eine Frage der Zeit, bis er den Kampf beenden würde – Sieger per Armhebel.

Kräftezehrend war der Kampf, im Finale stand er ebenfalls wieder einem jungen Polen gegenüber: Adrian Pietrowiak vom GFTeam Paraiba aus Berlin. Heiß ging es zwischen beiden Kontrahenten hin und her. Schließlich schaffte es der junge Alpha-Fighter, Petrowiak zu werfen und somit sich die ersten zwei Punkte zu holen. Auch hier befreite er sich aus der Kontrolle am Boden, nahm die vorteilhafte Position ein und kassierte dafür nochmals drei Punkte. Am Ende gewann er 5:0 das Finale – Gold.

Aber auch der Trainer der Alpha-Fighters, Martin Vath, war wieder selbst auf der Matte zu sehen. Für die Expert Klasse bis 87,9 Kilogramm wurde Gewicht gemacht, um in dieser zu starten. Die harte Vorbereitung, wurde diesmal fast ausschließlich im heimischen Team absolviert, was zum Vorteil der eigenen Kämpfer war, die davon stark profitierten. Durch Drills und viele Runden Sparring war Martin Vath mental und geistig topfit. Vom Teamchef des German-Top-Teams, Peter Angerer gecoacht, rief er seine beste Leistung ab.

Im Finale traf er auf den talentierten Wolfsburger Maik Henneberger, der in der letzten Zeit alle renommierte Turniere gewann. Nach kurzen Abtasten sprang Henneberger vom Gracie Barra Team Hamburg blitzschnell in einen gesprungenen Armhebel, den Martin Vath aber parierte. Aus der Unterlage attackierte er sofort Vaths Beine und setzte einen Fußhebel an. Damit hatte er einige Kämpfe in der Vergangenheit schon beendet. Martin Vath verteidigte und blockierte einen Arm, um den Hebel nicht komplett anziehen zu können. Der Grünsfelder konterte sofort, als sich ihm eine Lücke bot und setzte auch einen Fußhebel an. Sofort drehte sich Vath ein, kontrollierte mit seinen Knien das Bein seines Gegners und sein Fußhebel saß. Damit blieb dem Wolfsburger nur das Abklopfen.

Ein Arbeitssieg für den Grünsfelder Cheftrainer der Alpha-Fighters, der damit 2018 Champion wurde und neben der Goldmedaille den Championgürtel überreicht bekam.