Grünsfeld

Kulturverein Grünsfeld

Vernetzung bessern

Grünsfeld.Arbeitsreich, aber erfolgreich: So lässt das zurückliegende Jahr für den Kulturverein. Bei der Generalversammlung im Rienecksaal zogen die Mitglieder Bilanz.

„Kultur braucht Kümmerer.“ Darauf wies Vorsitzende Christine Kastner hin. An solchen mangele es. Sie erinnerte daran, dass der Verein für drei Museen zuständig sei. Hinzu kämen Sonderausstellungen, Vorträge oder Konzerte. „Unsere Personaldecke wird immer dünner, die Mitarbeiter älter“, räumte Kastner ein. Die Vorsitzende regte neue Formen der Mitwirkung an.

Schriftführer Franz Ködel gab einen Überblick über die Aktivitäten. Seine Ausführungen machten das breite Aufgabenspektrum deutlich. So bereichern der Lichtbildervortrag des Ehepaars Förg am Palmsonntag, das Adventskonzert und die Mitwirkung beim Ferienprogramm den Veranstaltungskalender der Stadt.

Höhepunkt war die neue Veranstaltungsreihe „Kulturherbst des Kulturvereins“. Eine Autorenlesung, ein Konzert mit einem Jazz-Trio und eine Ausstellung zum Reformationsjubiläum boten kulturelle Erlebnisse. Auf großes Interesse stieß ein Vortrag zum Thema „Julius Echter und die Hexen“. Neben den verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen gab es weitere Projekte im Hintergrund.

Eine Arbeitsgruppe kümmere sich um die Beschilderung historisch oder kulturell bedeutsamer Stationen. Man habe einen Zuschuss von rund 15000 Euro bewilligt bekommen. Außerdem will der Kulturverein die Dauerausstellung im Amtshaus neu ordnen. Neue Impulse verspreche sich der Verein von einer verstärkten Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat.

Kassiererin Nora Keller gab einen Überblick über die Finanzen. Dem Vorstand wurde gute Arbeit bescheinigt. Einer einstimmigen Entlastung stand damit nichts im Wege.

„Der Verein ist für die Stadt wichtig“, erklärte Bürgermeister Joachim Markert. „Der Kulturverein hält die Geschichte lebendig“, betonte er und sicherte seine Unterstützung zu, wenn es darum geht, neue Ideen zu entwickeln. Eine stärkere Vernetzung mit dem Gemeinderat hielt Markert für sinnvoll.

Im Vorfeld unternahmen Mitglieder und Interessenten eine virtuelle Reise in den Süden. Das Ehepaar Förg hatte faszinierende Bilder von Südtirol zusammengestellt. Bozen, Brixen, Schnalstal und Südtiroler Weinstraße waren Ziele mehrerer Reisen gewesen. Die Aufnahmen weckten Urlaubsgefühle. feu