Grünsfeld

Naturschutz Madita Sprecakovic und ihr Cousin Luis Rüttling haben in Eigeninitiative jede Menge Unrat gesammelt

Von Blechwannen bis zu Sprungfedern

Paimar.Der Eifer der beiden Kinder ist kaum zu bremsen. Selbst von schlechtem Wetter lassen sich Madita Sprecakovic und ihr Cousin Luis Rüttling nicht abhalten. Statt die Ferien zu genießen, waren die beiden Schüler vor kurzem bei Paimar unterwegs und haben Müll und sonstigen Unrat aufgesammelt.

Die elfjährige Madita aus Grünsfeld schüttelt nur den Kopf. „Da ist ganz schön viel Müll abgelegt worden“, schimpft sie. „Das darf da nicht liegen bleiben.“ Das findet auch der achtjährige Luis, der schon auf dem Weg zu dem kleinen Wäldchen einiges an Plastik einsammelt und in die Wanne wirft, die Mama Ina Rüttling dabei hat.

Zwei Nachmittage waren die beiden bereits eifrig am Werk und haben in Eigeninitiative von alten Blechwannen und Kannen bis zu Metallkörben, Glasflaschen und Plastikmüll „viel gefunden, was nicht in die Natur gehört“. Das Kurioseste für sie waren einige Sprungfedern, die sich teilweise sogar schon in die Erde eingegraben hatten.

Wieso die beiden auf diese Aktion kamen? Madita Sprecakovic lacht. „Wir spielen oft an dem Steinplatz und haben dann im Wäldchen den vielen Unrat entdeckt.“ Der hat die Kinder schon immer gestört. Offenbar inspiriert durch Greta Thunberg und ihren Einsatz für die Umwelt, haben sie nun den Hang durchkämmt und so einen beachtlichen Müllberg gesammelt. Der Achtjährige hat sich auch noch den Graben an der Kreisstraße Richtung Ilmspan vorgenommen. Mit Handschuhen und Eimern ausgerüstet, haben sie sich ans Werk gemacht. Ihr Opa, der als Imker in der Nähe seine Bienen stehen hat und den Luis gerne unterstützt, half beim Verladen und Abholen der alten Fracht. Die wurde anschließend im Bauhof entsorgt.

Ina Rüttling ist begeistert von der Aktion ihres Sohnes und ihrer Nichte. „Sie haben sich großen Respekt verdient“, unterstützt sie das Anliegen. „Es dauert Jahrzehnte, teilweise sogar Jahrhunderte, bis der Müll in der Natur wieder abgebaut ist.“

„Warum werfen die Leute das einfach achtlos weg“, fragt sich nicht nur Madita Sprecakovic. Die beiden wollen auch Freunde dazu animieren, beim Müll sammeln mitzumachen. Und für sie ist klar: Die Aktion wird wiederholt. „Hauptsache das Zeug kommt dort heraus“, sagen die beiden mit Nachdruck. dib