Grünsfeld

Vortrag Ehepaar Förg zeigte beim Kulturverein Lichtbilder von Bolivien und Chile

Von La Paz in die schier endlose Weite der Atacamawüste

Grünsfeld.Pulsierende Großstädte und lebensfeindliche Wüsten: Es gibt kaum größere Gegensätze, die Dr. Rainer und Ute Förg bei einer ihrer zahlreichen Reisen kennenlernten. Die beiden waren in Südamerika und haben Bolivien, Chile und die Osterinsel besucht. Beim Lichtbildervortrag des Kulturvereins im Rienecksaal präsentierten sie Eindrücke, die sie mit der Kamera festgehalten haben.

Startpunkt der Photosafari war Boliviens Hauptstadt La Paz. Die in fast 4000 Meter Höhe gelegene Metropole empfing die Besucher mit lärmender Geschäftigkeit. Überall prangten Parolen und Plakate. Förgs waren in den Präsidentschaftswahlkampf geraten. Mittendrin: Frauen in typisch indianischer Tracht. Cholitas sind das Nationalsymbol. Zu langen Zöpfen wird ein schwarzer Hut getragen, dazu Bluse, Rock, ein breites, bunt gewebtes Tuch.

Auf dem Altiplano, dem Hochland Boliviens, machten Förgs einen Abstecher zum Titicacasee. Der mit fast 4000 Metern höchstgelegene schiffbare See liegt im Grenzland zu Peru.

Der Aufenthalt in Sucre, der mit einer Viertelmillion Einwohner viertgrößten Stadt Boliviens, glich einer Rückkehr in die Zivilisation. In der historisch bedeutsamen Stadt – in ihren Mauern wurde 1825 die Unabhängigkeit des Landes verkündet – erinnerten zahlreiche Gebäude an die koloniale Vergangenheit.

Die Minen von Potosi, der nächsten Station der Reise, kündeten von der Mühsal und dem Leid der Bergarbeiter. In ihnen gewinnen Indios noch heute unter unmenschlichen Bedingungen Silbererz.

Geysire, Vulkane und warme Quellen waren die spektakulären Sehenswürdigkeiten in der Atacamawüste. In der trockensten Öde der Welt schien alles Leben zu enden. Die schier endlose Weite ließ das Gefühl für Entfernungen schwinden. An den surrealen Salzlandschaften hatte zumindest der Photograph seine helle Freude. Die Ankunft in Santiago, der Hauptstadt Chiles, war nach all den Entbehrungen fast ein Kulturschock. Ein letzter Abstecher führte auf die Osterinsel mit ihren rätselhaften Statuen. Bei polynesischer Musik und Folklore genossen Förgs die Südssee-Atmosphäre in vollen Zügen.

Die „faszinierenden Bilderreise in Länder voller Geheimnisse, atemberaubender Schönheit und kultureller Schätze“ begeisterte nicht nur die Kulturvereinsvorsitzende Christine Gerstner.

Die farbenprächtige Exotik hatte schon während des Vortrags alle Besucher in den Bann gezogen. feu