Grünsfeld

Galerie Kirchner Drei Künstler stellen in Grünsfeld aus

Werke unter dem Motto „Sommerland“ zu sehen

Grünsfeld.Unter dem Ausstellungstitel „Sommerland“ stellen Luitgard Hörner, Eva Görgen sowie Engelbert Engel ihre aktuellen Werke in der Galerie Kirchner aus. Alle drei haben schon zu verschiedenen Zeiten in der Galerie ausgestellt und mit ihren Arbeiten bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ergeben hat sich diese Konstellation über die Verwandtschaft zwischen Luitgard Hörner und Eva Görgen.

Luitgard Hörner ist in Tauberbischofsheim vielen als ehemalige Kunstlehrerin bekannt. Neben ihrer Lehrtätigkeit beschäftigte sie sich künstlerisch intensiv und konzentriert bis heute auf das Arbeiten mit Ton und das Bedrucken von alten Stoffen. In beiden Werkbereichen hat sie eine eigene Sprache gefunden. Die Tonobjekte orientieren sich an der menschlichen Figur oder an Bauten, die sie auf das wichtigste reduziert und oftmals mit Ornamenten überzieht. Ihre Drucktechnik ist mit Absicht einfach gewählt. Reduzierte Zeichensysteme ergeben durch die Handarbeit eine gewollte kleine Ungenauigkeit, die eine scheinbare Bewegung erzeugt und der industriellen kalten Genauigkeit widersprechen soll.

Eva Görgen, in Duisburg geboren, hat sich einer Mischtechnik von Collage und Malerei verschrieben. Meistens ist es der weibliche Körper oder das Porträt, dem sie sich als künstlerisches Thema verschrieben hat. Ihre Bilder zeigen oft eine intensive Farbigkeit, die sie den Figuren frei zuordnet. Ihre Acrylarbeiten strotzen vor Vitalität. Eva Görgen verwebt in ihren Stoffcollagen Stoffe mit Zeitungsausrissen zu kleinen Standbildern des Alltags. Vor dem Dekorativen hat die Malerin keine Angst.

Engelbert Engel, der Künstler mit dem schönsten nicht erfundenen Künstlernamen, wurde in Wipperfürth geboren. Er präsentiert sich in dieser Ausstellung als Zeichner, Maler und Objektkünstler, der sich in der Wahl seiner Motive immer auf das konzentriert was ihn umgibt, ihn beeinflusst oder geprägt hat. Diese intensive Auseinandersetzung spiegelt sich in der konzentrierten Darstellung seiner Sujets wieder. Zum einen fasziniert ihn die biologische Feinstruktur der ihn umgebenen Natur: So tauchen scheinbar vertraute organische Formen auf, die sich aber der eindeutigen Bestimmung entziehen.

Engels Zeichnungen führen den Betrachter in eine unbekannte Mikrowelt der Fauna und Flora, in denen er mit feinem Strich detailreich Strukturen widergibt. Auch in seinen Bildobjekten, die zwischen Objekt und Malerei anzusiedeln sind, schafft er mit Wachs und Farbe auf Holz schützende „Behältnisse“ für diese feingliedrigen Wesen oder aber für Erinnerungsstücke, die er als Fotoelement in seine Wachsarbeiten einarbeitet.

In die Ausstellung wird Engelbert Engel einführen, auf die man sich jetzt schon freuen kann. Die Vernissage findet am 16. Juni von 11 bis 13 Uhr statt und die Galerie ist wieder ab 15 Uhr wieder geöffnet.