Grünsfeld

Gemeinderat Arbeiten für Baumaßnahmen am Bürgernetzwerk sowie Straßen- und Feldwegesanierung vergeben

Zentraler Treffpunkt für die Bürger

Das Bürgernetzwerk mit Gemeindetreffpunkt und der Breitbandausbau standen im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Grünsfeld. Vergaben und Sanierungsmaßnahmen bestimmten die Sitzung des Grünsfelder Gemeinderats am Dienstag im Rathaussaal. Zunächst aber würdigte Bürgermeister Joachim Markert die Feuerwehr für „ihren besonnenen und schnellen Einsatz und das hervorragende Miteinander aller“ beim Brand am Seniorenzentrum St. Barbara (wir berichteten). „So ist Schlimmeres verhindert worden.“ Der Rathauschef sprach von enormen Schäden durch Rauch und Löschwasser, sowohl im Flur im Obergeschoss als auch im Deckenbereich des Erdgeschosses. Der Sachschaden sei noch nicht zu beziffern, auch die Ursache für den Brand müsse noch ermittelt werden, erklärte er auf Nachfrage aus dem Gremium.

Haushaltsreste gebildet

Die Bildung von Haushaltsresten war für das Gremium eine Formsache. Kämmerin Marina Maag stellte die Überträge mit 1,248 Millionen Euro vor. So sind aus dem Haushalt 2017 unter anderem noch Mittel für den Kindercampus in Höhe von rund 400 000 Euro, für die Stadtsanierung Abschnitt III insgesamt rund 200 000 Euro zu übertragen.

Für Erschließung und Kanal im Gewerbegebiet „Paimar Nord“ stehen noch rund 160 000 Euro zur Verfügung, für das Bürgernetzwerk nach 83 000 Euro. Durch den Übertrag der Haushaltsreste sei der aktuelle Haushalt ausgeglichen und man brauche keine Rücklagenentnahme, so Maag.

Einen Haushaltsrest gibt es auch für die Sanierung der Feldwege. 43 000 Euro aus dem Vorjahr sowie 60 000 Euro aus dem aktuellen Haushalt stehen daher für die Maßnahme an drei Feldwegen im Bereich Paimar mit den Gewannen „Pfennigspiel“ und „Hungerbrunnen“ bereit. Unter anderem soll der Waldweg in Verlängerung des Leinewegs in Paimar eine Schwarzdecke erhalten. „Das ist zwar die teurere, aber auch die beständigere Lösung“, verwies Markert auf die Aufschotterung, die bei Starkregen wieder ausgewaschen worden sei. Das dortige Oberflächenwasser wolle man über Gräben ableiten. Den Zuschlag für die Maßnahmen bekam die Firma Konrad Bau aus Gerlachsheim zum Preis von 94 730 Euro. Die Umsetzung solle im Zuge des Radwegausbaus am Waltersberg erfolgen. Für 79 589 Euro will man „klappernde Kanaldeckel“ und Stolperfallen rund um einige dieser Schachtdeckel im Stadtgebiet beseitigen. Betroffen seien rund 70 solcher Deckel sowie einige Einlaufschächte, informierte der Rathauschef. Einstimmig wurden die beiden Aufträge vergeben.

Ebenso einstimmig war die Vergabe von Arbeiten für das künftige Bürgernetzwerk gegenüber des Rathauses. Das Büro Boccagno hatte die Ausschreibung durchgeführt. Die Elektroarbeiten werden von der Firma Elektro Konrad (Grünsfeld) zum Angebotspreis von 18 683 Euro übernommen, die Putz-, Maler und Trockenbauarbeiten gehen an die Firma Dogan (Bad Mergentheim) zum Preis von 26 951 Euro. Die Arbeiten für Heizung, Lüftung, Sanitär werden von der Firma Ulzhöfer (Grünsfeld) für 16 925 Euro ausgeführt. Damit liege man bei diesem Gewerk deutlich unter der Kostenschätzung von 38 000 Euro, so Kämmerin Maag.

Das Bürgernetzwerk soll nach dem Wunsch des Verwaltungschefs ein Treffpunkt für die Kommune werden. Man wolle im Sommer mit den Arbeiten starten, für die Markert einen Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum einkalkuliert hat. Geplant sind eine Bäckerei mit Café mit rund 25 Sitzplätzen. Die Post wird dort ebenfalls ihr Domizil haben. Und auch Vereine, wie die neugegründete DRK-Ortsgruppe könnten die Räumlichkeiten für Schulungen nutzen. Lagerräume gebe es im Untergeschoss, erklärte Markert.

Breitbandausbau startet

Der Breitbandausbau in Grünsfeld soll in den nächsten Wochen starten. „Nach Abschluss der Maßnahmen bleiben im Stadtgebiet aber noch fünf weiße Flecken“, zählte Markert die Bereiche auf. Am Waltersberg ist es die Straße „Weißes Feld“ als Übergang vom alten in das neue Gewerbegebiet, die Raststätte der A 81 bei Grünsfeldhausen, die ehemalige Gärtnerei Raps in Zimmern, sowie der Fessertalweg in Grünsfeld. Der kommunale Anteil würde sich nach Abzug der Bundes- und Landesförderung sowie eines Zuschusses des Kreises auf 32 475 Euro für diese weißen Flecken belaufen. „Bei dieser Förderung sollten wir das Geld in die Hand nehmen“, plädierte der Rathauschef für den Ausbau, was der Gemeinderat mittrug. Die Arbeiten sollen in Kürze beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Bei der anschließenden Fragestunde merkte Gemeinderätin Margarete Konrad die unterschiedliche Verteilung von Gelder an. Für den Kindercampus erhöhten sich die Kosten mal schnell um eine Million Euro, für das Ziffernblatt einer Uhr im Stadtgebiet habe man aber keine 500 Euro übrig.