Handball

Verbandsliga Dittigheim/TBB als Außenseiter nach Dossenheim

Defensiv-Leistung gibt Zuversicht

Nach dem überraschenden Erfolg in Hockenheim wartet auf die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim bei der TSG Dossenheim die nächste schwierige Aufgabe. Die Gastgeber stellen ein spielerisch starkes Team, das sich seit Bestehen der Handball-Verbandsliga im Jahre 2016 in dieser Spielklasse fest etabliert hat. Am Ende der vorigen Saison landete das Team von der Bergstraße auf Tabellenrang fünf, eine ähnliche Platzierung wird auch 2020 angestrebt.

Allerdings zeigte Dossenheim in der laufenden Runde noch nicht die gewohnte Konstanz. Nach vier Spieltagen liegt die Mannschaft mit 4:4 Punkten zwar im Soll und landete zu Hause zwei klare Siege über Hockenheim (25:20) und Ispringen (37:19). Auswärts dagegen musste die TSG in Eggenstein und beim TV Eppelheim klare Niederlagen einstecken. Seit Jahren ist der Traditionsclub aus der Metropolregion Rhein-Neckar gerade vor eigener Kulisse eine Macht und kaum zu bezwingen, was natürlich auch mit dem Harzverbot in der heimischen Schauenburghalle zusammenhängt. Dort tut sich jeder Gegner schwer.

Nicht allein deshalb treten die „Grün-Weißen“ die Reise an die Bergstraße als Außenseiter an. Der direkte Vergleich der beiden Kontrahenten aus den vergangenen vier Pflichtspielen zeigt eine sehr einseitige Bilanz zu Ungunsten der Kreisstädter. Sie blieben gegen die TSG in diesen Partien bisher völlig chancenlos und mussten jeweils sehr deutliche Niederlagen einstecken. Das möchte die Mannschaft aus dem Taubertal natürlich ändern.

Gerade nach dem souveränen Sieg in Hockenheim strotzt das Keupp-Team vor Selbstvertrauen und wird sich in Dossenheim nicht ohne Gegenwehr ergeben. Im Gegenteil: Die HSG hat zuletzt, auch ohne vier Stammspieler handballerisch und kämpferisch geglänzt und mit einer starken Teamleistung überzeugt. Vor allem die Defensive, der es bisher zuweilen an der nötigen Konstanz fehlte, ließ nur wenig zu und kassierte im jüngsten Auswärtsspiel über die volle Spielzeit nur rekordverdächtige 14 Gegentore. Darauf lässt sich aufbauen, zumal voraussichtlich bis auf Viktor Bodo am Sonntag alle Spieler an Bord sein werden. Das Trainergespann Martin und Thomas Keupp kann also fast aus dem Vollen schöpfen.