Handball

2. Bundesliga Rimpar Wölfe ringen dem Erstliga-Absteiger Balingen-Weilstetten ein Unentschieden ab / Kaufmann und Brielmeier treffen jeweils sechs Mal

Die knapp 2000 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten

Rimpar - Balingen-Weilst. 27:27

Rimpar: Brustmann, Wieser, Kraus, S. Schmitt, Schömig 1, Böhm 1, Karle, Gempp, Schäffer 2, P. Schmidt 3, Kaufmann 6, Siegler 3, Meyer, Brielmeier 6, Herth 1/3, Sauer 4.

Am Ende war beiden Seiten nicht klar, ob man sich auf die Schulter klopfen oder Betrübnis zur Schau tragen sollte. Das ist wohl immer so, wenn ein Spiel mal den einen, mal den anderen auf der Gewinnerstraße sieht, um sich dann am Ende doch in einem Unentschieden wiederzufinden. So auch in der Partie der Rimpar Wölfe gegen den Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstettenund.

Rimpar hatte nur in der ersten Viertelstunde und in den letzten zehn Minuten die Nase vorn hatte, dazwischen bestimmten die Gäste das Spiel. Diese wiederum durften sich bei ihrem 135-fachen Nationalspieler Martin Strobel bedanken, der sein Team nervenstark im Spiel hielt. Konsequent im Abschluss sorgte Rimpar für die 6:4-Führung, und hier schon versprach das Spiel für die fast 2000 Zuschauer ein besonderes Erlebnis zu werden. Teilweise zog der Gast mit vier Toren davon, und es war Patrick Schmidt zu verdanken, dass Rimpar kurz vor der Pause noch auf 13:15 verkürzte.

Inzwischen hatte auch Max Brustmann sein Tor verlassen, weil er kaum Zugriff auf die überlegt angesetzten Würfe des Balinger Rückraums bekam. Aber auch Andi Wieser hatte kaum eine Chance gegen die Balinger Rückraumkanonade, so dass es schon zu Beginn der zweiten Hälfte nicht gut aussah für den Gastgeber. 15:19 stand es da. Doch dann aktivierte der inzwischen wieder ins Tor zurückgekehrte Max Brustmann seine in solchen Lagen bewährten Fähigkeiten, parierte einige Würfe und leitete die Aufholjagd ein. Jetzt rissen die Wölfe das Publikum von den Sitzen. Bissig, kampfstark, um jeden Ball ringend, machten sie plötzlich einen enormen Druck auf das Balinger Angriffsspiel, arbeiteten sich Tor um Tor heran, um in der 52. Minute nicht nur auszugleichen, sondern durch den jetzt glänzend aufgelegten Steffen Kaufmann sogar in Führung zu gehen. Doch Balingen hielt, angetrieben von Martin Strobel, wieder dagegen, glich aus und ließ sich einfach nicht abschütteln. Lukas Siegler brachte mit seinem hart erkämpften 27:26 die Halle fast zum Bersten brachte. Doch wieder einmal glich Strobel mit einem einen glücklichen Wurf durch Brustmanns Beine aus. Es war der Endstand. riw