Handball

2. Liga DJK Rimpar Wölfe stecken im Abstiegskampf / Heute Abend sollte das Wolfsrudel bei den Rhein Vikings die Zähne fletschen / Am Sonntag kommt Coburg

Es fehlt in Abwehr und Angriff die letzte Konsequenz: Zeit für die Wende

Abstiegskampf – ein Unwort, welches im Wolfsrevier nach deren eigener Ansicht „nichts zu suchen haben sollte“. Angesichts der tabellarischen Situation ist es allerdings nichts anderes, was die DJK Rimpar Wölfe heute Abend um 19 Uhr in Düsseldorf erwartet. Damit man sich daran nicht auch noch gewöhnen muss, sollte das Wolfsrudel gegen die Rhein Vikings endlich wieder sein wahres Gesicht zeigen – und punkten. Zum Siegen verdammt sind die Wölfe in Betracht der bisher zehn bestrittenen Spiele zwar noch nicht, es wird allerdings langsam Zeit, die Kehrtwende einzuläuten, um wieder für Ruhe im und um das Wolfsrevier zu sorgen. Mit dem bösen A-Wort will man im Rudel schnellstmöglich nichts mehr zu tun haben. Dafür müssen dringend Siege her. Dazu gehört natürlich auch, endlich wieder eine ordentliche Leistung über 60 Minuten zu bestätigen. In dieser 2. Bundesliga reichen einfach keine guten 45, 50 oder auch 55 Minuten. Nur wer über die volle Distanz liefert, belohnt sich am Ende auch mit wertvollen Punkten. Und genau das taten die Wölfe zuletzt nicht. Die Ausdauer, bis zum Schluss das Bestmögliche abzurufen, ebenso wie die gewohnten Mechanismen sowie die letzte Konsequenz in Abwehr und Angriff hatte das Wölfe-Team vermissen lassen. Die Strafe dafür konnte wohl kaum härter ausfallen: Der „Last-Second-Niederlage“ in Hamburg folgte ein Déjà-vu daheim gegen Dessau, als man den Sieg mit der Schlusssirene hergeben musste, und zuletzt reichte es auch in Dresden nach gefühlten 55 Minuten der Führung nicht zu einem Punktgewinn.

Auch die nächsten Hürden warten bereits: Am Doppelspieltag werden nämlich 70 Stunden am Sonntag ab 17 Uhr später zwei weitere Punkte vergeben, wenn der HSC Coburg zum Derby in Rimpar erscheint. Trotz all der „Derby-Vorfreude“, ist es noch nicht soweit. Sachlich betrachtet ist das Vikings-Spiel wichtiger, und ohnehin gilt auch im Wolfsrevier die Floskel, dass das nächste Spiel immer das wichtigste ist. Nach diesem Wochenende könnte die Welt schon wieder anders aussehen, da haben allerdings auch die Wikinger vom Rhein ein Wörtchen mitzureden. Daher sollte bis zur Schlusssirene am Freitag der komplette Fokus auf den Vikings liegen. rwoe