Handball

Beachhandball 18-jähriger Tauberbischofsheimer gelingt mit dem deutschen U18-Team in Montenegro die Überraschung

Felix Karle holt sich mit dem DHB-Team den EM-Titel

Archivartikel

Die U18-Nationalmannschaft des Deutschen Handball-Bundes gewann die Europameisterschaft im montenegrinischen Ulcinj. Dem DHB-Tross gehörte auch der aus Tauberbischofsheim stammende Felix Karle an, der bei der DJK Rimpar spielt.

Der 18-Jährige Linkshänder ist noch für die A-Junioren spielberechtigt, kam in der vergangenen Saison aber gelegentlich in der zweiten Mannschaft in der Bayernliga zu Einsatz. Auch für das Zweitliga-Team der Rimparer „Wölfe“ absolvierte Felix Karle schon einige Partien.

Mit seinen Mannschaftskameraden tat sich Karle zu Beginn des Turniers in der südlichsten Stadt Montenegros nicht leicht. Nachdem das Team trotz einer Niederlage gegen Italien die Vorrunde überstand, musste es sich im Viertelfinale gegen Russland beweisen. Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber dem Italien-Spiel ging der erste Satz mit 19:16 an Russland. DHB-Beachtrainer Konrad Bansa meinte: „Da haben wir eigentlich schon sehr gut gespielt. Die anderen Nationen sind eben auch gut und haben gute Keeper.“ Nach der Pause legte die Mannschaft dann aber noch einmal zu und glich die Partie durch ein 18:10 wieder aus. Im „Shootout“ behielt der DHB-Nachwuchs dann einen kühlen Kopf und setzte sich durch.

Im Halbfinale bekamen es die Nachwuchshandballer dann mit dem Topfavoriten Spanien zu tun. Bansa-Assistent Michael Scholz sagte vor dem Spiel: „Für uns ist das vielleicht das leichteste Spiel des Turniers. Wir haben nichts zu verlieren.“ Entsprechend befreit spielte das Bansa-Team auf und zeigte seine beste Turnierleistung, die mit einem 2:0-Sieg gegen die Iberer belohnt wurde.

Der Keeper als großer Rückhalt

Im Finale gegen Polen geriet der DHB-Nachwuchs zunächst mit 0:1 in Rückstand. Durch eine starke zweite Hälfte wurde dieser aber egalisiert und erneut musste der „Shootout“ entscheiden. Und ein weiteres Mal hatte das Team das Glück auf seiner Seite und mit Moritz Ebert von der HSG Konstanz den besten Keeper des Turniers zwischen den Pfosten, der gleich drei Versuche der Polen entschärfte. Die deutschen Werfer dagegen trafen eiskalt und machten dadurch den Titelgewinn perfekt. skai/dhb