Handball

Handball-Badenliga Nach den jüngsten Enttäuschungen wollen Friedrichsfeld und Viernheim endlich punkten

Frustbewältigung in fremden Hallen

Archivartikel

Mannheim.Zwei Mannschaften stehen in der Handball-Badenliga nach drei Spieltagen noch ohne einen einzigen Punkt am Tabellenende: Der TV Friedrichsfeld und der TSV Amicitia Viernheim wollen an diesem Wochenende endlich punkten und den kompletten Fehlstart vermeiden. Doch beide Teams haben schwere Auswärtsaufgaben vor sich: Viernheim muss bei der TSG Plankstadt ran, Friedrichsfeld bei der SG Stutensee-Weingarten.

„Stutensee ist traditionell eine Mannschaft, die sehr unangenehm zu spielen ist – gerade zu Hause“, weiß TVF-Sprecher Florian Kuhn. Aber nichtsdestotrotz fordert Trainer Marco Dubois eine Wiedergutmachung: „Wir müssen anders auftreten, wie zuletzt beim 22:23 zu Hause gegen Plankstadt. Wir müssen wieder konzentrierten, vernünftigen Handball spielen, uns auf das ABC besinnen“, so der Coach. Damit meint er in erster Linie eine konsequente Deckung und einen schnörkellosen Angriff. „Zauberpässe“ an den Kreis, wo weit und breit kein Mitspieler steht, will er ebenso wenig sehen, wie Undiszipliniertheiten. Die Zeitstrafen wegen Meckerns haben ihn am vergangenen Wochenende mächtig gewurmt. Inzwischen ist das alles aufgearbeitet und der Blick nach vorne gerichtet. „Wenn wir das Spielen, was wir können, dann sind wir keinesfalls chancenlos“, erwartet er von seiner Mannschaft einen großen Kampf.

Eberlein fällt länger aus

Verzichten muss Friedrichsfeld auf Tim Eberlein, der sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat. Für ihn könnte der junge Marco Hindenberger auf Außen verstärkt zum Zuge kommen. Hindenberger ist in seinem ersten Aktivenjahr, kommt aus der eigenen Jugend. „Er hat seine Sache in den ersten Spielen gut gemacht“, lobt Kuhn. Eine weitere Alternative wäre auch, dass Marco Dubois wieder ein Trikot überstreift. Allerdings war er unter der Woche durch eine Erkältung gehandicapt. „Wir haben genügend Möglichkeiten, auch um kurzfristig reagieren zu können. Julian Doppler wäre auch ein Mann für ein paar Minuten auf Außen, wobei er für uns im Rückraum wichtiger ist“, erklärt Florian Kuhn.

Gar nicht rosig sieht es weiterhin beim TSV Amicitia Viernheim aus. Dort muss Trainer Frank Herbert nach dem Fehlstart auch in der Partie in Plankstadt improvisieren. „Mir gehen die Rückraumspieler aus“, so der Coach, der weiterhin zu taktischen Umstellungen gezwungen sein wird. „Hinzu kommt, dass der Druck auf meine junge Mannschaft natürlich von Woche zu Woche steigt. Wir wussten, dass wir ein schweres Auftaktprogramm haben, aber den ein oder anderen Punkt hätten wir natürlich schon gerne geholt“, hofft Herbert, dass nun endlich allen personellen Problemen zum Trotz der Knoten platzt. me