Handball

Handball-Badenliga Nach der Niederlage gegen Heidelsheim kommt Hockenheim

Keine Zeit zum Wundenlecken

Archivartikel

Viernheim.Bis kurz vor dem Ende war es eine hochklassige Badenliga-Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Doch am Ende standen die Handballer des TSV Amicitia Viernheim am Donnerstagabend mit leeren Händen da. Sie unterlagen dem Tabellenführer SG Heidelsheim/Helmsheim mit 24:29 (12:12).

Viel Zeit zum Wundenlecken haben die Südhessen aber nicht: Bereits heute Abend empfängt das Team von Trainer Frank Herbert den HSV Hockenheim (19.30 Uhr). „Das ist ein ganz gefährliches Spiel“, warnt der Coach. „Wir werden extrem viel Geduld brauchen, was nicht unbedingt die Stärke meiner jungen Mannschaft ist.“ Erschwerend kommt hinzu: Herbert konnte sein Team im Training nicht auf den HSV vorbereiten. „Wir werden uns vor dem Spiel nur ein Video der Hockenheimer anschauen können – mehr nicht“, so der Coach.

Offenes Spiel bis zum 20:20

Gegen Heidelsheim zeigte Viernheim bis fünf Minuten vor dem Ende eine couragierte Leistung. „Wir waren in der ersten Hälfte immer dran, und auch bis zum 20:20 war alles in Ordnung. Dann hat sich aber gezeigt, dass die Gäste eine ganz abgezockte Mannschaft sind. Sie haben jeden Fehler von uns eiskalt bestraft“, bemängelte Herbert Ballverluste in der Offensive, während er eine „sehr starke Deckung“ sah. Beim Stand von 23:25 (56.) öffnete Hebert seine Deckung etwas, doch Heidelsheim ließ sich nicht beirren und nutzte die Räume, um sich bis zum 29:24-Endstand abzusetzen.

TSV Amicitia: Koch, Lazaro Garcia – Megyeri, Willner (1), Unger, Seib (1), Herbert (4), Helbig (2), Kernaja (6/1), Oswald, Geisler (3), Seel, Hubert (3), König (4).

„Wenn man gegen den Tabellenletzten zu Hause spielt, muss das Ziel natürlich ein Sieg sein“, lässt Florian Kuhn, Sprecher des TV Friedrichsfeld, keine Zweifel aufkommen: Morgen Nachmittag (17 Uhr) sollen gegen die TSG Wiesloch beide Punkte in der Lilli-Gräber-Halle bleiben.

Der TVF hat sich durch das jüngste 25:25-Remis in Hockenheim auf Platz neun verbessert und könnte einen großen Sprung im dicht gestaffelten Mittelfeld machen. Dazu steht Trainer Marco Dubois der gleiche Kader wie zuletzt zur Verfügung. „Eventuell nehmen wir noch einen Spieler aus der zweiten Mannschaft dazu, die davor das Derby gegen Edingen spielt“, so Kuhn. Wiesloch steht nach der starken Vorsaison im Tabellenkeller, weil es den Abgang von Torjäger Hendrik Wagner zum Drittligisten Leutershausen nicht kompensieren konnte. „Aber unterschätzen darf man die TSG nicht. Wir müssen eine konzentrierte Leistung abrufen“, fordert Dubois. me