Handball

Handball-Badenliga HG muss sich mit 32:32 gegen Brühl begnügen / Heddesheim ohne Probleme gegen Rot

Merkels Trefferflut zu wenig für Saase

Großsachsen.15 Treffer der überragenden Maureen Merkel reichten nicht: Die Handballerinnen der HG Saase mussten sich im Verfolgerduell der Badenliga mit einem 32:32 (16:13)-Remis gegen den TV Brühl begnügen, bleiben aber immerhin ungeschlagen.

Nach einem Spiel auf Augenhöhe mit häufig wechselnden Führungen traf Merkel 80 Sekunden vor dem Ende zum 32:32-Ausgleich, der letzte Angriff Brühls wurde abgewehrt, aber der letzte Wurf der HG fand auch nicht das Ziel, so dass es beim leistungsgerechten Remis blieb.

Nur in der Schlussphase der ersten Hälfte konnte sich Saase etwas Luft verschaffen, ging mit 12:9 und 16:13 in Führung. Nach der Pause egalisierte Brühl schnell zum 17:17 (36.) und danach konnte sich keine Mannschaft mehr mit mehr als einem Treffer absetzen. Bitter für die HG: In der zweiten Hälfte verletzte sich Leistungsträgerin Saskia Fabig, die bis dahin sechsmal erfolgreich war. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

TSV Amicitia Viernheim – HG Königshofen/Sachsenflur 38:35 (16:17). Die Viernheimerinnen trotzten der angespannten personellen Situation und untermauerten mit dem hart erkämpften Heimsieg den zweiten Tabellenplatz. Während Anna Elfner, Vanessa Reinhard, Jennifer Mieley, Franziska Matthias, Elisa Leusmann und kurzfristig auch noch Lara Günther ausfielen, liefen drei Spielerinnen zur Höchstform auf: Die jungen Lena Schaal, Luisa Hoffmann und Vivienne König, die erst vor der Runde zu ihrem Heimatverein zurückgekehrt waren, übernahmen Verantwortung „und zeigten eine tadellose Leistung“, wie ihr Trainer Matthias Kolander lobte. Hinzu kam eine Steffi Dietrich in Torlaune – am Ende kam sie auf 16 Treffer – und eine sehr gut aufgelegte Julia Fischer.

In der ersten Hälfte lag Viernheim noch 7:11 zurück (14.), kämpfte sich aber wieder heran (11:12, 18.), musste nach dem Seitenwechsel jedoch wieder etwas abreißen lassen. Erst nach dem 26:30 (48.) ging der entscheidende Ruck durch das Spiel der Gastgeberinnen, die mit einem 8:0-Lauf die Partie zur ihren Gunsten drehten und fünf Minuten vor dem Ende mit 34:30 vorne lagen. Die Gäste kamen noch einmal auf 35:36 heran, doch Steffi Dietrich und Luisa Hoffmann bescherten ihrem dezimierten Team den Sieg. „Das war eine ganz starke kämpferische Leistung“, so Kolander: „Heute hat sich jede ein Sonderlob verdient.“

SG Heddesheim – TSV Rot 26:17 (18:7). Das war ein souveräner Start-Ziel-Sieg für die Mannschaft von SGH-Trainer Branko Dojcak: Bereits nach einer Viertelstunde führte Heddesheim mit 10:1 und beim 15:3 durch Jule Paloj (25.) war die Entscheidung bereits gefallen. Erst als die Gastgeberinnen angesichts der deutlichen Führung etwas nachlässig wurden, konnte Rot etwas besser mitspielen und noch Ergebniskosmetik betreiben.

TV Schriesheim – TSG Wiesloch 24:30 (11:14). Bis zum Stand von 11:9 legte Schriesheim, das erneut auf seine Torjägerin Sabrina Matthes verzichten musste, vor. Dann übernahmen die Gäste das Kommando, führten acht Minuten nach der Pause mit 19:15 und bauten ihre Führung bis zum 27:18 (50.) entscheidend aus. me