Handball

Bezirksliga Männer Nach einjähriger Stippvisite in der Landesliga kehrt der TSV Buchen gereift zurück

Mit schnellem Spiel zum Erfolg kommen

Zu wenig Konstanz, zu wenig Routine, zu viele knappe Niederlagen: So oder so ähnlich lassen sich die Gründe für Buchens direkten Wiederabstieg aus der Landesliga Baden Nord zusammenfassen. Trotz allem hat das Abenteuer "Landesliga" wertvolle Lektionen mit sich gebracht, weshalb das Resümee nicht durchweg negativ ausfällt. Die TSV-Mannschaft hat über weite Strecken gezeigt, dass sie in der zweithöchsten Liga auf Landesverbandsebene auch gegen Top-Teams nicht chancenlos ist. Oft waren es am Ende nur Kleinigkeiten, die zu unnötigen Punktverlusten führten. Am Ende fehlte aber ein einziges Pünktchen zum Klassenerhalt - und so führt der Weg zurück in eine stark besetzte Bezirksliga Heilbronn-Franken, in der bekannte Gegner und einige attraktive Derbys auf Fans und Spieler warten.

Von einem "Neustart" kann nicht wirklich die Rede sein, schließlich bleibt die Mannschaft auch im dritten Jahr in Folge personell weitgehend unverändert. Und Trainer Sebastian Wiener wird an seiner taktischen Grundeinstellung festhalten. Greift sein Konzept, dann können sich die Gegner auf temporeichen Handball über 60 Minuten einstellen.

Wie in jedem Jahr sind Testspielergebnisse aus der Vorbereitung spätestens nach Saisonbeginn Schall und Rauch. Dennoch durfte Wiener sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht aus den Trainingsspielen der vergangenen Wochen und Monate seine Schlüsse ziehen und das Trainingsprogramm entsprechend feinjustieren.

Für Handball-Buchen hat das Warten auf den Ligaauftakt am kommenden Samstag endlich ein Ende. Zur gewohnten Anwurfzeit um 20 Uhr gibt sich die Zweitvertretung des Oberligisten TSV Weinsberg die Ehre zum ersten Kräftemessen im Hexenkessel. Mit einem Auftaktsieg will sich Buchen für eine anstrengende und entbehrungsreiche Saisonvorbereitung belohnen.

Auf die Saisonziele angesprochen, will sich Sebastian Wiener nicht auf einen konkreten Tabellenplatz festlegen: "Sicherlich werden wir nach dem bitteren Abstieg bei einigen als Favorit gehandelt werden. In diese Rolle müssen wir erst hineinwachsen."

Kandidaten für Top-Platzierungen

Er merkt weiter an, dass die Liga in diesem Jahr mit dem SV Heilbronn und dem TV Mosbach neben den Buchenern gleich drei Landesliga-Absteiger beheimatet und dass auch im Rest des Starterfeldes einige Teams dabei sind, die die Top-Platzierungen attackieren werden. "Wir müssen daher versuchen, im Kollektiv guten, schnellen und attraktiven Handball zu präsentieren. Der Erfolg stellt sich dann von ganz alleine ein", so Wiener.

Man darf also gespannt sein, wie dem TSV Buchen die Wiedereingewöhnung in die Bezirksliga gelingt und welchen Reifeprozess die einjährige Exkursion in die Landesliga im Team hervorgerufen hat.