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Handball Morgen startet für den HSV Main-Tauber die neue Saison mit dem Pokal-Heimspiel gegen Heidingsfeld / Freude über Rückkehrer Marcel Michel

Name des Gegners bekannt, Mannschaft aber nicht

Archivartikel

„Es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Los. Mit welchem Team die Heidingsfelder tatsächlich auflaufen werden, bleibt abzuwarten. Auf jedem Fall freuen wir uns auf die Aufgabe.“ Dies sind die Worte von Konrad Michel, dem Trainer des HSV Main-Tauber nach der Auslosung des „Molten Cup“, des Pokalwettbewerbs des Bayerischen Handball-Verbandes. Gespielt wird am morgigen Samstag um 16 Uhr in der Realschulhalle SH 1 in Wertheim-Bestenheid.

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass nicht die von Ex-Nationalspieler Heiko Karrer trainierte Landesliga-Mannschaft der Heidingsfelder gegen den HSV antreten wird. Diese wird erst im weiteren Turnierverlauf eingreifen. Stattdessen soll die zweite Mannschaft der „Hätzfelder Bullen“ dafür sorgen, dass es eben jenen weiteren Turnierverlauf geben wird. Eine bei höherklassigen Mannschaften im Pokal weit verbreitete Praxis. Diesen Plan gilt es für die Wertheimer zu durchkreuzen.

Jedoch wird das kein leichtes Unterfangen. Der künftige Ligakonkurrent des HSV in der Bezirksliga Süd, Heidingsfeld II, spielte in der vergangenen Saison lange um den Aufstieg in die Bezirksoberliga mit und auch in dieser Runde zählen sie zu den Mitfavoriten in der so ausgeglichenen Bezirksliga Süd. Daher wird das Spiel auch so etwas wie eine Standortbestimmung, inwieweit man auch mit den Topteams der Liga mithalten kann.

Den Kern der Heidingsfelder bilden einige routinierte Spieler, welche auch lange in der ersten Mannschaft aktiv waren. An Erfahrung mangelt es den „Bullen“ jedenfalls nicht, auch weil mit Manfred Wirth ab dieser Saison ein gestandener Trainer auf der Bank sitzen wird, welcher bis Herbst 2017 noch für das Landesliga-Team zuständig war.

Doch auch der HSV weist neues Personal auf: Nach zwei Jahren bei der Bezirksoberliga-Mannschaft DJK Waldbüttelbrunn II wechselt Marcel Michel zurück nach Wertheim. Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften und wurde auch im Herrenbereich zum Leistungsträger, ehe es ihn an den „Sumpfler“ zog. Michel soll vor allem die Abwehr stabilisieren und im Angriff für mehr Impulse sorgen. Dies wird er auch schon morgen zeigen müssen, ist die personelle Lage ansonsten doch relativ angespannt. Mit Levent Akbulut, Brandon Jamerson, Daniel Wießler und Philipp Merola fehlen den Hausherren vier wichtige Spieler. Gerade in dieser Phase, in welcher sich der HSV gerade am Anfang der Saisonvorbereitung befindet, wäre eine breite Bank Gold wert gewesen.

Ein Gegner auf diesem Niveau ist ungewohnt für den Gastgeber, setzte man sich doch in der Bezirksklasse meist ungefährdet durch. Dennoch besteht kein Zweifel, dass der Kader die individuelle Qualität hat mitzuhalten. Mannschaftstaktisch und physisch dürfte sich der Gast jedoch im Vorteil befinden. Trotzdem schaut man der Partie in Wertheim optimistisch und voller Vorfreude entgegen.

Spiel liefert Ansatzpunkte

Trainer Michel traut seinem Team das Weiterkommen in jedem Fall zu: „Sollten die Heidingsfelder mit ihrer zweiten Mannschaft auflaufen, haben wir alle Chancen, das Feld als Sieger zu verlassen. Sie haben sicher eine starke Truppe, doch dass unser Team in der Bezirkslasse Fehl am Platz war, haben wir letzte Saison eindrucksvoll bewiesen. Es wäre natürlich auch reizvoll gewesen gegen ,die Erste’ zu spielen, letztendlich ist es aus unserer Sicht aber natürlich ein Vorteil, wenn das nicht passiert. In Sachen Vorbereitung dürften uns die Heidingsfelder einen Schritt voraus sein. Die letzten Wochen konnten wir aufgrund von Urlaub, Studium etc. nicht wie erhofft trainieren. Allerdings ist unser Team weitegehend eingespielt. Mit Marcel Michel haben wir zudem einen starken Neuzugang, der auch zuvor schon lange für uns gespielt hat. Er hat aber erst einmal mit dem Team trainiert. Es wird sicherlich auch interessant zu sehen sein, wie wir im Vergleich mit Heidingsfeld stehen. Das wird uns auch Ansatzpunkte liefern, auf welche Punkte wir in der Saisonvorbereitung vielleicht mehr eingehen müssen.“