Handball

Landesliga Nord Dittigheim/TBB begeistert das Publikum

Nicht aus dem Rhythmus bringen lassen

HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim – HSG Mannheim 28:22

Dittigheim/Tauberbischofsheim: Biesinger, Gluhak (1), (beide Tor), D. Gärtner (8/ davon 6 Strafwürfe) Bodo (7), S. Gärtner (4), Brezina (4), Engert (3), Mayer (1), N. Küpper, T. Keupp, Ehler, Hartmann.

Mit dem am Ende deutlichen 28:22-Erfolg über die HSG Mannheim baute die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim nicht nur ihre Tabellenführung in der Handball-Landesliga aus, gleichzeitig blieben sie auch zu Hause weiter ungeschlagen. Vor toller Kulisse in der voll besetzten Grünewaldhalle boten sich beide Teams über weite Strecken ein extrem intensives, kampfbetontes und spannendes Match.

Die „Grün-Weißen“ hatten die kurze zweiwöchige Spielpause genutzt, ihre Verletztenliste weitgehend abzubauen. Das verschaffte Trainer Martin Keupp Raum für mehr Variationsmöglichkeiten. Und das wirkte sich durchaus positiv auf das Spiel der Heimmannschaft aus. Die Handballspielgemeinschaft aus Dittigheim und Tauberbischofsheim übernahm vom Anpfiff weg das Kommando und lag nach dem Treffer zum 1:0 über die gesamte Spieldauer stets in Führung. Mannheim wehrte sich vehement gegen die drohende Niederlage und steckte nie auf, obgleich die Gastgeber ihren Vorsprung über 5:2 und 10:6 bis zur Pause bereits auf 16:10 hochgeschraubt hatten.

Abwehr umgestellt

Nach dem Wechsel stellten die Rheintäler ihre Abwehr um und nahmen Goalgetter Viktor Bodo in Manndeckung. Das brachte den Angriffswirbel der Gastgeber zwar kurzfristig ins Stocken, letztlich änderte sich jedoch wenig an der Überlegenheit der Kreisstädter. Sie konnten ihre sechs Tore Führung bis zum Ende konstant halten.

Auch die taktische Variante der Gäste, bei eigenem Ballbesitz den Torhüter aus dem Spiel zu nehmen und dafür einen siebten Feldspieler einzusetzen, ging über die gesamte Spielzeit gesehen nur bedingt auf. Die „Grün-Weißen“ diktierten auf dem Parkett weitgehend das Geschehen und ließen sich von den Quadratstädtern nur selten aus ihrem Rhythmus bringen.

Herausragende Torhüter

Dennoch war Mannheim der erwartet starke Gegner, der den Gastgebern alles abverlangte. In der Defensive erspielte sich die Heimmannschaft auch dank ihrer beiden herausragenden Keeper Vorteile. Chris Gluhak begann in der Startaufstellung und präsentierte sich in starker Verfassung. Nur aufgrund einer Zeitstrafe wechselte Mike Biesinger ins Tor. Er legte noch eine Schippe drauf und brachte mit seinen zahllosen Glanzparaden und Reflexen die Gäste fast zur Verzweiflung.

Im Angriff zeigte das Heimteam eine starke, mannschaftlich geschlossene Leistung aus der die beiden Gärtner Brüder Steffen und Dominik, sowie Viktor Bodo mit seinen unvergleichbaren Toren noch herausragten .

Generell zufrieden äußerte sich Trainer Martin Keupp beim abschließenden „Taubertalk“ über das starke Spiel seines Teams. Lobend erwähnte er dabei die großartige Arbeit seines Torwarttrainers Daniel Rakovic. Co-Trainer Marc Fischer von der HSG Mannheim gratulierte den Gastgebern zu ihrem verdienten Sieg. Gleichzeitig zeigte er sich tief beeindruckt von der unglaublichen Kulisse in der Grünewaldhalle, die in dieser Spielklasse sonst nirgends auch nur annähernd zu finden sei.