Handball

Handball-Badenliga SG Heddesheim zittert sich zu 28:27-Erfolg gegen Hockenheim und braucht noch einen Sieg für die Meisterschaft

Nur noch ein Schritt zum Titel

Heddesheim.Die Meisterschaft rückt für die Handballer der SG Heddesheim immer näher. Zwar zitterte sich der Badenligist im zweiten Spiel in Folge zu einem Sieg mit nur einem Tor, gewann gegen den HSV Hockenheim denkbar knapp mit 28:27 (13:14), „aber wenn wir ab jetzt nur noch so knapp gewinnen, soll es mir auch recht sein“, meinte Thomas Schmid von der Sportlichen Leitung der Heddesheimer.

Dank des Erfolgs und weiterhin drei Punkten Vorsprung auf die Verfolger Wiesloch und Neuenbürg kann die SGH schon am kommenden Wochenende und damit am vorletzten Spieltag in der Auswärtspartie beim Tabellensiebten Stutensee-Weingarten den Titel und den Oberliga-Aufstieg eintüten. „Natürlich wollen wir jetzt den Deckel draufmachen“, blickte Schmid gleich nach der Schlusssirene nach vorne.

Gegen Hockenheim wurde allerdings deutlich, dass der Druck auf das junge Heddesheimer Team allmählich steigt. „So kurz vor Schluss will man natürlich den Erfolg. Vielleicht verkrampfen wir etwas“, meinte Schmid: „Aber wir haben jetzt den 17. Sieg in Folge eingefahren, da kann man es auch verschmerzen, wenn es mal keine Gala ist.“

Schon nach sieben Minuten sah sich SGH-Trainer Martin Doll zu seiner ersten Auszeit gezwungen, nachdem die Rennstädter sein Team eiskalt erwischten und mit 6:2 führten. Doch Besserung ließ auf sich warten. Der HSV legte ein 10:5 und 12:7 vor (21.), erst nach dem 10:14 (26.) stabilisierte sich Heddesheim. Beim 16:14 kurz nach der Pause war die Partie gedreht und fortan waren es die Gastgeber, die immer knapp führten, ohne sich allerdings entscheidend abzusetzen. Nach dem 27:24 fünf Minuten vor dem Ende ging noch einmal das große Zittern los, erst Sandro Pagliaras Treffer zum 28:26 45 Sekunden vor der Schlusssirene erlöste die SGH.

TV Friedrichsfeld – HG Oftersheim/Schwetzingen 24:18 (14:9). Es ist vollbracht: Die Friedrichsfelder feierten nach fast fünf Monaten ohne Sieg wieder einen doppelten Punktgewinn und zerstreuten damit die letzten Zweifel am Klassenerhalt. „Den ersten Jubel gab es nach der Schlusssirene bei uns, den zweiten innerhalb der Mannschaft, als später die Niederlage von Eggenstein gegen Birkenau bekannt wurde“, so TVF-Sprecher Florian Kuhn. Dadurch kann Eggenstein die Friedrichsfelder nicht mehr abfangen. „Es tut gut, nach so langer Zeit mal wieder zu gewinnen. Das hat man allen angemerkt. Der Druck war schon groß“, gab Kuhn zu.

Den TVF-Spielern war von Beginn an anzumerken, dass sie diesen Matchball im Abstiegskampf verwandeln wollten. Sie agierten mit großer Leidenschaft, spielten eine bärenstarke Deckung, schafften es aber diesmal, Zeitstrafen weitestgehend zu vermeiden. „Wir haben sehr diszipliniert gespielt“, lobte Kuhn.

So gelang es Friedrichsfeld, die Fünf-Tore-Führung ab dem 9:4 (19.) bis zur Pause zu verteidigen und als kurz nach dem Seitenwechsel Sebastian Wingendorf das 18:9 erzielte (37.) löste sich die Anspannung zusehends. Über 21:14 und 24:15 (55.) brachte der TVF, der mit einer geschlossenen Team-Leistung aufwartete, den Sieg souverän in trockene Tücher. me