Handball

Handball Badens Verbandstag beschließt Veränderungen

Peter Knapp ist der neue Präsident

Archivartikel

Auch am Wochenende blieben die Handballvereine des Badischen Handball-Verbands in Wahlstimmung. Nach einem intensiven 36. Ordentlichen Verbandstag ist die lang ausgearbeitete Strukturreform verabschiedet worden. Auch das neue Präsidium wurde einstimmig gewählt und kann nun die Arbeit zur weiteren Gestaltung des Verbandes aufnehmen. Große und wichtige Themen standen auf der Tagesordnung, die knapp 200 Vereins-, sowie Kreis- und Verbandsvertretern zur Teilnahme animierten.

Wie geht es mit dem BHV künftig weiter? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Präsidium bereits seit dem vergangenen Verbandstag 2015. Rückgang der Mannschaftsmeldungen, Kommerzialisierung des Sports und Betrieb der Ganztagsschulen machen es dem Badischen Handball-Verband in unterschiedlichen Bereichen nicht leicht, leistungsorientiert und flächendeckend den Spielbetrieb in sechs Handballkreisen aufrecht zu erhalten. Eine neue Struktur muss her, das war nicht nur den Funktionären des BHV klar geworden. Auch die Vereins- und Kreisvertreter haben die Wichtigkeit einer Strukturreform erkannt. Die Umstrukturierung von sechs Handballkreisen in zwei Handballbezirke wurde mit 83,5% der Stimmen befürwortet. Mit dieser Entscheidung wurde der BHV auf stabile, eigenständige und leistungsstarke Beine gestellt.

Jetzt „Rhein-Neckar-Tauber“

In der Saison 2020/2021 werden die Vereine somit nicht mehr in den Ligen der Kreise Bruchsal, Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg, Neckar-Odenwald-Tauber und Pforzheim, sondern in den Ligen der beiden Bezirke Rhein-Neckar-Tauber und Alb-Enz-Saal an den Start gehen. Der Spielbetrieb auf BHV Ebene bleibt von dieser Strukturreform unberührt.

Doch nicht nur die Strukturreform war in der Jahnhalle Dossenheim von großer Bedeutung. Peter Knapp, bekannt als Vorsitzender der HG Oftersheim/Schwetzingen, wurde einstimmig zum neuen Präsidenten des Badischen Handball-Verbands gewählt. „Ich freue mich, dass mir das Plenum dieses Vertrauen ausgesprochen hat. Meine Vereinserfahrungen möchte ich intensiv in die Verbandsarbeit einbringen. Es wurde mir ein sehr gut funktionierender Verband übergeben. Ich sehe es aber auch als meine Aufgabe an, an der ein oder anderen Schraube zu drehen“, sagte Knapp.

Mit 15 weiteren Präsidiumsmitgliedern hat er für die kommenden vier Jahre ein hochmotiviertes Team, um den Verband weiter voranzutreiben. Weitere Mitglieder des Präsidiums sind: Franz Schneider (stellvertretender Präsident), Tanja Grether (Vizepräsidentin Finanzen), Harry Sauer (Vizepräsident Spieltechnik), Ulrich Schuler (Vizepräsident Schiedsrichterwesen), Lutz Pittner (Vizepräsident Recht), Sebastian Krieger (Vizepräsident Jugend), Sara Schmechel (Vizepräsidentin Schule), Jana Weinbrecht (Vizepräsidentin Mitgliederentwicklung) und Marion Laupp (Gleichstellungsbeauftragte). Ebenso dem Präsidium angehörend aber nicht am Verbandstag gewählt, sind die jeweiligen Kreisvorsitzenden, darunter auch Bernhard Spitznagel für Neckar-Odenwald-Tauber.

Nicht nur die Umsetzung der neuen Struktur wird die Aufgaben des neugekürten Präsidiums prägen. Auch die Mitgliedergewinnung und -bindung, die Modernisierung und weitere Bereiche werden in den kommenden Monaten und Jahren auf der To-Do-Liste zu finden sein. Der Verantwortlichen des Badische Handball-Verbands werden in der bevorstehenden Amtszeit Zeit, die bis 2023 dauert, einiges zu tun haben. rm