Handball

Korea Gemeinsames Team aus Nord und Süd

Politisches Signal

Berlin.Die Mercedes-Benz-Arena in Berlin wird zum nächsten Schauplatz innerkoreanischer Annäherung. Die Wünsche des internationalen Handballverbands (IHF), beim Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft heute auch die politischen Führer aus Süd- und Nordkorea dabei zu haben, erfüllen sich zwar nicht. Aber auch ohne die Teilnahme von Präsident Moon Jae In und Machthaber Kim Jong Un sehen die Handballer aus beiden Ländern dem Match gegen Gastgeber Deutschland mit großer Spannung entgegen.

Nach dem ersten schwierigen Abtasten zwischen den Spielern sei die Atmosphäre im Team Korea mittlerweile „sehr gut“, bekundete Yun Jin Eom vom südkoreanischen Handballverband. Und Kapitän Jung Su Young kündigte an: „Wir werden das Beste geben.“

Knapp ein Jahr nach dem denkwürdigen Auftritt einer gesamtkoreanischen Frauen-Eishockey-Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang treten Spieler aus beiden Ländern nun auch im Handball gemeinsam an. Vier nordkoreanische Spieler ergänzen dank einer Sondererlaubnis der IHF den südkoreanischen Kader aus 16 Akteuren.

Das erste Treffen erfolgte erst am 22. Dezember in Berlin. „Wir hatten zuvor keine Informationen über die Spieler aus Nordkorea“, sagte Teammanager John Yoo vor der Abreise nach Deutschland in Seoul. Die Idee eines vereinten Teams sei vom IHF gekommen. Der Verband spricht auf seiner Website von einem Ereignis mit geschichtsträchtiger Symbolkraft. Zu den Plänen, auch Moon zur Eröffnung einzuladen, hieß es aus dessen Büro allerdings nur knapp, es sei sehr unwahrscheinlich, dass der Präsident dabei sein werde. dpa

Zum Thema