Handball

Handball Im zehnten Spiel der zehnte Sieg gegen Coburg

Rimpar mit mentaler Derbystärke

HSC 2000 Coburg – DJK Ripmar Wölfe 17:22

Rimpar: Brustmann (Tor), Kraus, Schmitt, Schömig, Böhm, Schmidt (3 Tore), Kaufmann (1), Meyer (3), Bauer (1), Brielmeier (6), Herth (5/davon 2 Siebenmeter), Sauer (1). Zuschauer: 2528.

Am Ende war es wie immer beim Frankenderby: Eine Jubeltraube in Grün-Weiß und enttäuschte Gesichter auf Coburger Seite. Im zehnten Aufeinandertreffen gab es den zehnten Rimparer Sieg.

Beide Seiten mussten für das hitzig geführte Derby eine ganze Reihe Stamm-Akteure ersetzen, wobei aufSeiten der Wölfe der Ausfall beider etatmäßigen Kreisläufer und somit auch der fehlende Abwehr Innenblock, viele Anhänger im Vorfeld der Partie an der Fortsetzung der Erfolgsserie gegen die Oberfranken zweifeln ließ.

Abwehrreihen dominierten

Die Abwehrreihen dominierten von Beginn an den Verlauf des Spiels, wobei die Wölfe Defensive einige Minuten brauchte um sich zu finden, sich dabei aber auf ihren Torhüter Max Brustmann verlassen konnte, welcher in der Anfangsviertelstunde gleich vier Großchancen der Gastgeber entschärfte und damit die Vorlage lieferte, so dass Benedikt Brielmeier in der siebten Minute bei seinem Treffer zum 3:2 die erste Gästeführung markierte.

Ganze zwei Tore ließen die Unterfranken in den folgenden zehn Minuten zu, so dass Philipp Meyer mit seinem ersten Tor in der 2. Handball-Bundesliga üerhaupt auf 7:4 für das Team aus Rimpar erhöhte.

Schlüsselrolle für einen Youngster

Philipp Meyer kam in dieser Partie eine Schlüsselrolle zu. Der 21-Jährige, der gewöhnlich bei den Jungwölfen in der Bayernliga im Rückraum auf Tore Jagd geht, wurde von Trainer Obinger mangels Alternativen an den Kreis beordert und machte dort eine gute Figur, welche er selbst durch seine Leistung im Abwehrzentrum toppte. Doch auch die Coburger Defensive machte den Wölfen das Leben schwer und hatte in Oliver Krechel ebenfalls einen starken Rückhalt, so dass Felix Sproß beim 9:10 den Anschluss wiederhergestellt hatte, welchen Patrick Schmidt umgehend mit dem Treffer zum 9:11-Halbzeitstand für die Gäste beantwortete.

Dem HSC war nach dem Seitenwechsel anzumerken, dass sie alles daran setzen wollten, um das Blatt zu wenden und den 2528 euphorisch mitgehenden Zuschauern endlich den ersten Sieg gegen den Lokalrivalen zu schenken. Vier Mal waren die Hausherren bis auf ein Tor an den Wölfen dran, wobei sich nur einmal die Gelegenheit ergab den Ausgleich herzustellen. Doch Brustmann blieb bei der eigenen 13:12-Führung in einer Unterzahlsituation Sieger gegen Tobias Varvne und die Unterfranken behielten weiterhin im Hexenkessel die Nerven. Jeder Coburger Torerfolg wurde umgehend beantwortet und Mitte des zweiten Durchgangs sorgte ein Dreierpack durch Meyer, Schmidt und Herth beim 19:15 für die erste deutliche Führung der Gäste.

Rimparer Bollwerk

Die Hausherren versuchten nun mehr und mehr ihr Glück in 1:1-Situationen durch die Mitte, doch Rimpars Abwehrbollwerk hielt allen Angriffswellen stand. Spätestens als Brustmann knapp vier Minuten vor dem Ende beim Stand von 20:17 zum zweiten Mal beim Siebenmeter gegen Florian Billek der Sieger blieb, nahm der Erfolg der Grün-Weißen Formen an.

Die gut 250 mitgereisten Anhänger der Wölfe aus Rimpar hatten mittlerweile ganz klar die akustische Oberhand in der Halle übernommen und feierten die beiden letzten Treffer von Benedikt Brielmeier, der an diesem Abend ohne Fehlversuch blieb. rw