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Handball In der Vorsaison sorgten die Norddeutschen für ein böses Erwachen der Unterfranken, jetzt drehen die „Wölfe“ den Spieß um

Rimpar vermasselt Lübecks Aufstiegshoffnungen

DJK Rimpar Wölfe – VfL Lübeck-Schwartau 24:23

Rimpar: Brustmann (Tor), Kraus (1 Tor), Schmitt, Schömig (1), Böhm, Gempp (4), Gorpishin (3), Schmidt (5/davon 3 Siebenmeter), Kaufmann (4), Bauer, Brielmeier (4), Herth (1), Sauer (1). Zuschauer: 2012.

Mit dem 24:23-Heimerfolg über die Lübecker haben die Wölfe nicht nur sehr eindrucksvoll bewiesen, dass sie im direkten Vergleich zumindest in dieser Saison die bessere Mannschaft sind, sondern auch mutmaßlich allen Hoffnungen der Norddeutschen, den Bietigheimern in der 2. Bundesliga vielleicht doch noch ein Bein stellen zu können, ein Ende gemacht. Denn mit dem gleichzeitigen klaren 37:29-Erfolg in Aue haben die Süddeutschen wohl einen riesigen Schritt in Richtung 1. Liga machen können.

Dabei sah es für die fünftplatzierten Wölfe in der Auseinandersetzung mit den drittplatzierten Lübeckern lange Zeit nicht unbedingt nach einer Wiederholung des Hinspiel-Erfolgs aus. Besonders in der ersten Hälfte nahmen die Norddeutschen erst einmal das Heft in die Hand und konnten lange Zeit eine Führung behaupten. Dass sie dabei nicht mehr als Zwei-Tore-Vorsprung herausspielen konnten, lag wieder einmal an einem hervorragend disponierten Max Brustmann, der seine Mannschaft, die anfangs Mühe hatte, Ordnung in ihr Deckungssystem zu bringen, im Spiel hielt. So war es Steffen Kaufmann vergönnt, sein Team in der 30. Minute erstmals in Führung zu bringen, eine Führung, die der fünffache Torschütze Patrick Schmidt nach zwischenzeitlichem Ausgleich mit einem erfolgreichen Siebenmeter nach dem Abpfiff zum 13:12 in die Pause rettete.

Direkt nach dem Wiederanpfiff hatten die von Trainer Matthias Obinger in der Pause gut eingestellten Wölfe dann ihre stärkste Phase, als Benedikt Brielmeier, wieder Patrick Schmidt und zweimal Sergej Gorpishin mit ihren Toren eine 17:13-Führung herauswarfen. Diese wurde sogar einmal auf fünf Tore ausgebaut, bis sich die Lübecker auf ihre Stärken besannen und sich in den letzten zehn Minuten langsam wieder heranarbeiteten. Besonders den starken Antonio Metzner bekam man nicht so richtig in den Griff, denn der schlaksige Rückraumspieler markierte vier seiner acht Treffer in dieser Phase. Überhaupt hatten die Wölfe mit dem gegnerischen Rückraum mehr Mühe als mit Kreisaktionen, denn 16 der 23 Treffer fielen aus der Ferndistanz. Und schließlich war es auch der Rückraumspieler Jan Schult, der mit seinem Anschlusstreffer zum 24:23 zu Beginn der 58. Minute dafür sorgte, dass noch einmal richtig Stimmung im sOliver-Rund aufkam.

Zwei Minuten harter Kampf lagen da nämlich noch vor den Wölfen. Angefeuert von über 2000 begeisterten Zuschauern in der s.Oliver-arena in Würzburg meisterten sie diese mit ihrem Willen und natürlich dem nötigen Quäntchen Glück. rw