Handball

Handball-Badenliga TVF präsentiert sich desolat

Völlig von der Rolle

Viernheim.Das war ein Ausrufezeichen, das die Handballer des TSV Amicitia Viernheim im Badenliga-Heimspiel gegen den HSV Hockenheim setzten. Mit 26:17 (10:9) gewann das bislang personell so arg gebeutelte Team von Trainer Frank Herbert und legte dabei mit einer überragenden Deckungsarbeit den Grundstein für den wichtigen Erfolg.

„Dieser Sieg tut uns enorm gut. Endlich haben wir uns belohnt“, meinte Herbert, nachdem es zwei Tage zuvor noch eine schmerzhafte 24:29-Niederlage gegen Heidelsheim gab (wir berichteten). „Das war heute wichtig für die Moral und das Selbstvertrauen, zumal ich alle Spieler einsetzen konnte“, freute sich der erfahrene Trainer.

Schon in der ersten Hälfte setzten sich die Südhessen auf 4:1 und 7:4 (21.) ab, aber beim 10:9 zur Pause war noch längst keine Entscheidung abzusehen. Nach dem Seitenwechsel egalisierte Hockenheim sogar noch zum 11:11, aber dann vernagelte TSV-Amicitia-Keeper Raul Lazaro Garcia sein Gehäuse und die Deckung mit Marcel König, Julius Herbert und Dymal Kernaja im Mittelblock verrichtete ganze Arbeit.

„Die Tugenden, die uns heute diesen Sieg beschert haben, müssen die Jungs jetzt verinnerlichen“, freute sich Coach Frank Herbert nach der Schlusssirene unter dem Jubel der Fans in der Rudolf-Harbig-Halle.

Friedrichsf. – Wiesl. 21:31 (10:14)

Mit hängenden Köpfen verließen die Friedrichsfelder das Parkett der Lilli-Gräber-Halle, während die Gäste aus Wiesloch – bis dahin Tabellenletzter – ausgelassen feierten. „Ich bin sprachlos“, gab TVF-Sprecher Florian Kuhn niedergeschlagen zu Protokoll. „Wir müssen jetzt sicherlich nicht alles auf den Kopf stellen, schließlich haben wir schon gezeigt, dass wir das besser können. Aber heute waren wir einfach schlecht“, musste er schweren Herzens zugeben.

Dabei begannen die Friedrichsfelder noch ganz ordentlich, führten nach 21 Minuten noch mit 9:8. Aber dann kamen die Gäste besser mit dem harzfreien Ball zurecht und in gleichem Maße, wie die TSG zulegte, baute der TVF ab. Fehler häuften sich und beim 10:15 kurz nach der Pause betrug der Rückstand erstmals fünf Tore. Und von einem Aufbäumen war auch in der Folge nichts zu sehen. Von 13:17 (36.) geriet das Team von Trainer Marco Dubois mit 15:23 (43.) und entscheidend beim 18:28 (51.) ins Hintertreffen. „Wir waren heute weder im Angriff noch in der Abwehr auf der Höhe und Wiesloch hat das eiskalt ausgenutzt“, resümierte Florian Kuhn nach der Partie, die im Vorfeld noch als Pflichtsieg tituliert wurde. me