Handball

Handball Königshofen/S. gewinnt knapp in Neureut

Wichtiger Sieg für die HG-Frauen

TG Neureut – HG Königshofen/Sachsenflur 23:24

Königshofen/Saschenflur: Kraus, C. Schmitt (beide Tor), Menrath (2 Tore), Dittmann (1), Winkler (6), Thoben (1), Fürst (1), S. Schmitt (2), Schäffner (8/davon 2 Siebenmeter), Roth (3).

Für die Badenliga-Handballerinnen der HG Königshofen/Sachsenflur stand im Abstiegskampf so ziemlich alles auf dem Spiel: Würde die HG mit einem Sieg vom Platz gehen, hätten sie sich vom Gegner, der TG Neureut, mit drei Punkten abgesetzt. Würden sie das Spiel verlieren, so müssten sie mit Neureut den Tabellenplatz tauschen und wieder das Schlusslicht der Badenliga bilden.

Die HG musste in dieser Partie auf die Rückraumspielerin Franziska Lang verzichten, die sich im Training verletzte. Für Marion Wilm stand Daniel Kraus zwischen den Pfosten.

Mit dieser Ausgangslage reisten die Handballerinnen der HG nach Neureut und waren dabei hoch motiviert, das Spiel für sich zu entscheiden. Dennoch war man darauf vorbereitet, auf eine starke Mannschaft aus Neureut zu treffen.

Beide Mannschaften schenkten sich in den ersten Minuten nichts. Vor allem die Abwehr der HG agierte aggressiv und ließ den Gastgeberinnen aus Neureut wenig Chancen. In der siebten Minute stand es lediglich 2:1.

Im weiteren Verlauf der Partie erspielte sich die HG Königshofen/Sachsenflur schöne Chancen, schaffte es aber gleich mehrfach nicht, den Ball im Tor der Gegnerinnen zu versenken.

In der 20. Minute nahm Trainer Alexander Schad beim Spielstand von 8:7 eine Auszeit und munterte dabei seine Spielerinnen dazu auf, den Ball im Angriff noch schneller durchzuspielen. Leider gelang dies jedoch nicht immer. Durch Fehler im Angriff erzielte die TG Neureut mit einfachen Kontern ihre Tore. Somit setzten sich die Gastgeberinnen mit drei Toren ab. Durch ein schönes Rückraum-Tor von Anna-Lena Roth verkürzte die HG Königshofen/Sachsenflur zum Pausenstand von 11:9.

Lob und Tadel

In der Kabine lobte Trainer Alexander Schad die Abwehr, betonte jedoch, dass diese in der zweiten Hälfte auf keinen Fall nachlassen darf. Mit dem Angriff zeigte sich der Trainer in seiner Halbzeitansprache dagegen nicht zufrieden. Deshalb zeigte er den Spielerinnen der HG Möglichkeiten auf, wie sie sich leicht Chancen herausspielen können.

Der zweite Spielabschnitt begann direkt mit einem weiteren Tor für die HG Königshofen/Sachsenflur, die damit wieder bis auf einen Treffer dran war. Wenig später gelang den Gästen dann sogar der Ausgleich.

Die HG kam jetzt immer besser ins Spiel und erkämpfte sich in der Abwehr viele Bälle, die danach durch schön herausgespielte Chancen im Angriff verwandelt wurden. Mitte der zweiten Hälfte war das Team aus Königshofen und Sachsenflur mit fünf Toren davongezogen. Daraufhin nahm der gegnerische Trainer eine Auszeit und wechselte in der Folge im Angriff einen siebten Feldspieler ein. Dies war nun für die Handballerinnen der HG sehr schwer zu verteidigen, und so kam die TG Neureut wieder heran.

In dieser Phase des Spiels wurden die Angriffe der HG nicht mehr variabel genug gestaltet, und so kamen die Neureuterinnen zwei Minuten vor Schluss wieder bis auf ein Tor heran. Beide Mannschaften spielten nun jedoch nicht mehr konsequent genug. Durch viele Fehler auf beiden Seiten wechselte der Ballbesitz ständig. Keiner Mannschaft gelang jedoch noch ein Torerfolg. So ging das dramatische „Abstiegskampf-Endspiel“ der Badenliga mit 24:23 aus, und die HG-Spielerinnen durften die zwei Punkte für sich verbuchen. Damit machten sie einen großen und wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. hgd