Handball

Handball-Badenliga TV Friedrichsfeld verpasst den Sieg beim 24:24 in Knielingen

Zwei-Tore-Führung vergeben

Archivartikel

Mannheim.Als Marlon Lierz 70 Sekunden vor der Schlusssirene zum 24:22 traf, schien der TV Friedrichsfeld schon wie der sichere Sieger. Doch es reichte nicht: Am Ende musste sich das Team des Trainer-Duos Marco Dubois und Björn Erny mit einem 24:24 (13:13)-Remis beim TV Knielingen zufrieden geben. Der Lohn für eine kämpferisch starke Leistung und den hoch verdienten einen Zähler: Friedrichsfeld ist nun Drittletzter, konnte an St. Leon vorbeiziehen.

Im Vorfeld wäre man beim TVF mit einem Remis beim Neunten nicht unzufrieden gewesen, „aber nach dem Verlauf trauern wir nun einem Punkt nach. Es war eindeutig mehr drin“, fand auch Friedrichsfelds Sprecher Florian Kuhn. „Heute hat man gesehen, was möglich ist, wenn wir in kompletter Besetzung antreten“, sah er eine „wirklich gute Leistung, vor allem kämpferisch. Ein Handball-Leckerbissen war das natürlich nicht.“

Dabei begann es für die Gäste alles andere als ideal: nach zehn Minuten lag Friedrichsfeld mit 2:8 hinten, doch dann ging ein Ruck durchs Team. Im Mittelblock der Deckung verrichtete Sven Rüffer Schwerstarbeit, vorne führte Sebastian Schubert gut Regie, Marlon Lierz glänzte als Vollstrecker. „Unterm Strich war es aber die Teamleistung, die überzeugte“, fand Kuhn. Beim 13:12 (28.) legte erstmals der TVF vor und im weiteren Verlauf konnte sich keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen.

St. Leon – SG Heddesheim 24:25

Mit einem blauen Auge kam Spitzenreiter Heddesheim bei den abstiegsbedrohten Gastgebern davon. „Wir hätten uns nicht beklagen dürfen, wenn es am Ende nur ein Punkt oder sogar eine Niederlage gewesen wäre“, gab SGH-Pressesprecher Theo Geiger zu. In der zerfahrenen Schlussphase glich St. Leon sieben Minuten vor dem Ende zum 24:24 aus, mehrere erfolglose Angriffe später traf Philip Badent zum 25:24 für die Heddesheimer. Aber noch waren 90 Sekunden zu spielen. SGH-Keeper Robert Dulina mit einer weiteren Glanzparade und Sandro Pagliara, der mit einem Hechtsprung einen Konter abfing, retteten schließlich den schmeichelhaften Sieg des Tabellenführers.

Die heim- und kampfstarken Gastgeber überraschten Heddesheim schon in der Anfangsphase, führten 5:2 (7.) und 9:6 (15.). Erst danach stabilisierte sich das Team um Spielertrainer Martin Doll etwas, legte beim 11:10 (22.) erstmals selbst vor, schaffte es aber nicht, das Heft gänzlich in die Hand zu nehmen. Mitte der zweiten Hälfte führte St. Leon dann erneut mit zwei Treffern (21:19, 45.), doch bei allen spielerischen Problemen stimmte zumindest der Kampfgeist der Nordbadener – und das Glück hatten sie auch auf ihrer Seite. me