Hardheim

Odenwaldklub Hardheim Interessante Wandertouren / Quartier in Willingen / Burgruine Münzenberg besichtigt

Abwechslungsreiche Tage im Waldecker Upland

Hardheim.43 Wanderfreunde des Odenwaldklubs Hardheim starteten zur Wanderfahrt ins „Waldecker Land“, einer Region im westlichen Nordhessen an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Ziel war das „Waldhotel“ in Willingen, einem durch Biathlon und die größte Großschanze der Welt, die Mühlenkopfschanze, bekannt gewordenen Ort.

Das erste Ziel auf der Hinreise war die an der A 45 gelegene Burgruine Münzenberg, eine bedeutende romanische Burganlage. Nach dem Rundgang ging die Fahrt weiter an den Zielort.

Am Montagmorgen starteten drei unterschiedliche Leistungsgruppen zu Wanderungen. Ein erfahrener örtlicher Wanderführer, Hans Görtzen, führte die erste Gruppe über eine Strecke von 18 Kilometer zur „Hochheide Hütte“. Die artenreiche Flora und Fauna begeisterte die Teilnehmer. .Der Rückweg führte an der Mühlenkopfschanze vorbei, deren Ausmaße alle in Erstaunen versetzte.

Die zweite Gruppe unter Führung von Peter Köhler, der als Vorsitzender die Wanderfahrt in idealer Weise organisiert und vorbereitet hatte, nahm einen kürzeren Weg über den Köhlerpfad zur Schutzhütte „Große Grube“, von dort oberhalb der Großschanze zum Waldlehrpfad bei der Ortschaft Stryck. Die 18 Nichtwanderer erkundeten auf eigene Faust den Ort Willingen. Eine kleinere Gruppe besuchte noch das „Don Camillo“, eine zum Restaurant umgebaute alte Kirche.

Nach einem ausgiebigen Frühstück erkundeten am Dienstag alle Teilnehmer die Umgebung. 13 Wanderer brachen in Usseln, einem kleinen Nachbarort, zu einer 16 Kilometer langen Tour auf. Auf halbem Weg wurde in der Graf-Stollberg-Hütte eingekehrt, wenige Meter von der Diemelquelle entfernt ist.

Alle anderen Teilnehmer fuhren mit der Ettelsberg-Seilbahn auf den Willinger Hausberg in 838 Meter Höhe mit dem Hocheideturm. Neben beeinträchtige die Sicht. Ein Rundgang führte um den Bergsee, dessen Wasser im Winter zur Erzeugung von Kunstschnee genutzt wird. Mancher Wanderer begab sich auch auf den Kyrillpfad, einen 300 Meter langen Lehrpfad, an dem sich die Folgen des Orkans von 2007 noch heute deutlich ablesen lassen. Die Natur wird sich dort selbst überlassen. Am Mittwoch war ein Ausflug in die nahegelegene „Hansestadt“ Korbach und zum Edersee geplant. Auf der Fahrt dorthin unterquerte der Bus das 294 Meter lange Viadukt. In Korbach wurde die Gruppe von zwei Stadtführerinnen erwartet, die mit interessanten Informationen und vergnüglichen Geschichten über die historische Altstadt die Wandergruppe kurzweilig unterhielten. Nach der Besteigung des Tyllenturmes hatte man bei herrlichem Sonnenschein einen grandiosen Blick über die Stadt mit ihren Wehranlagen, den Kirchen und dem mittelalterlichen Rathaus mit der Rolandsfigur, dem Wahrzeichen der Hanse.

Weiter ging es zum Edersee, wo bei angenehmen Temperaturen die zweistündige Rundfahrt bei Kaffee und Kuchen genossen wurde.

Am vorletzten Tag des Aufenthalts im „Waldecker Upland“ gab es eine Planwagenfahrt. Die meisten wanderten dazu unter Führung von Peter Köhler in den neun Kilometer entfernten Nachbarort Usseln. Über den Ortsteil Stryck , an der Schießanlage des Biathlonstadions vorbei ging es zur Wilke-Mühle , einem Reiterhof. Nach einem ausgiebigen Mittagessen mit Akkordeonmusik führte eine Fahrt mit drei Planwagen hinauf in das obere Diemeltal.

Der Abend hatte noch eine Überraschung bereit. Zum krönenden Abschluss gab es eine Tombola mit vier Preisen. Hauptpreis war eine Tagesreise für zwei Personen an den Rhein. Brigitte Schmid war die glückliche Gewinnerin.

Auf der Rückfahrt am Freitag kehrte man zur Abschlussrast in der Klosterschänke auf dem Engelberg ein. Z