Hardheim

Patroziniumsfest in Schweinberg Abwechslungsreiche musikalische Beiträge / Nils Eisenhauer berichtete über seine Arbeit für behinderte Menschen

Adventskonzert regte zum Nachdenken an

Von hoher Qualität der musikalischen Beiträge gekennzeichnet war das wieder gut besuchte Adventskonzert am Sonntagabend in der Pfarrkirche in Schweinberg zum Einstieg in die Adventszeit.

Schweinberg. Neben der musikalischen Einstimmung wurden den Besuchern im Rahmen des an diesem Tag gefeierten Patroziniums St. Andreas richtungweisende Gedanken zum Advent mit auf den Weg gegeben. Der von Natascha Bienert in Zusammenarbeit mit Claudia Beger und Schweinberger Kindern gedrehte Film „Die unerwarteten Begegnungen des Schusters Martin“ vermittelt für die Vorweihnachtszeit beherzigenswerte Erkenntnisse. So erlebten sich die Besucher – wie im Motto formuliert – „Gott, ganz nah“.

Durch das Programm führte Wolfgang Kaufmann. Nach dem Adventslied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ und einem Kurzimpuls überzeugten drei Solisten von der „Gesangsoase Tauberbischofsheim“ bei ihren Auftritten. So Mathias Mattmüller mit „comfort and joy“ und Daniela Rüdel mit einem „Ave Maria“. Johanna Schreck begeisterte mit „Jetzt ist es wieder höchste Zeit“ und der darin enthaltenen Aufforderung: „Macht die Türen auf, die Tore und die Herzen weit“.

Nach einem weiteren Titel in Englisch verbreitete „Als aller Hoffnung Ende war“ Zuversicht. Unterbrochen wurden die Gesangseinlagen der drei Solisten mit der Präsentation der Filmpremiere „Die unerwarteten Begegnungen des Schusters Martin“.Darin geschildert erlebten die Besucher das von neun unbeschwert agierenden Schweinberger Kindern verdeutlichte Geschehen um den Schuster Martin. Dieser will von dem in der Vergangenheit alljährlich gepflegten Besuch der Christmette absehen, zweifelt er doch an der Liebe Gottes. Aber dann verspricht ihm eine Stimme im Schlaf für den nächsten Tag einen besonderen Besuch.

Menschen etwas Gutes tun

Der Schuster kann einen solchen Besucher weder in dem Straßenkehrer, noch in einer Reisegruppe und auch nicht in den zwei eine Unterkunft suchenden Mädchen sehen. Dennoch ist er bereit, allen die notwendige Hilfe zukommen lassen. Als er sich nachts enttäuscht zur Ruhe legt, wird ihm bewusst gemacht, dass dort Gottes Liebe sichtbar wird, wo Menschen etwas Gutes tun. Aus dieser Erkenntnis heraus eröffnen sich dem Schuster Martin die Bedeutung, der Wert und der Zauber von Weihnachten. So fand er den Glauben wieder.

Der Schweinberger Kinderchor in Begleitung von Manfred und Christiane Weihbrecht überzeugte bei der Interpretation seiner zwei Titel „Ein Stern steht hoch am Himmelszelt“ und „Denn dein Licht kommt“, ehe Gregor Weihbrecht und Nils Eisenhauer bei eigener instrumentaler Begleitung mit überzeugender stimmlicher Gestaltung die zwei Titel „Mit allem, was ich bin“ und „Good, good father“ sehr ansprechend gestalteten.

Nils Eisenhauer, der freiwillig ein Jahr lang Dienste im Penang Cheshire Home in Malaysia für körperlich und geistig behinderte und auf den Rollstuhl angewiesene Menschen geleistet hat, wartete mit einem Bericht über diese Tätigkeit auf. Dabei charakterisierte er kurz die Situation in Malaysia.

Mit Bildern verdeutlichte er seine Einsätze und sein Wirken als Physiotherapeut. Ziel der Helfer sei es, die behinderten und auf den Rollstuhl angewiesenen Menschen im Rahmen des Möglichen unabhängig werden zu lassen. Dabei sind ihnen auch Pfadfinder behilflich, die sie auf Ausflügen begleiten.

Einsatz in Malaysia

Bilder und ein Film veranschaulichten den Besuchern auch die auch die Notwendigkeit der finanziellen Unterstützung. Dieser konnte nach Ende des Konzerts mit einer Spende entsprochen werden. Für einen grandiosen Abschluss der musikalischen Konzertbeiträge sorgte der Hardheimer Chor „Rückenwind“. Dieser Projektchor unter Leitung von Harald Löffler und Andrea Rohm faszinierte mit der Interpretation von drei Titeln und durch seine Klangfülle. Den begeistert singenden jungen Frauen und Männern gelang es, dem Inhalt von „Unser Vater“, „Ein Licht in Dir geborgen“ und dem mächtigen „The power of love“ in begeisternder Form stimmlich Ausdruck zu verleihen.

Die Gemeindelieder mit dem zum Abschluss gesungenen „Macht hoch die Tür“ begleitete Organistin Edelmann. Als Anerkennung gab es nach den Schlussworten, dem Segensgebet und den Danksagungen von Wolfgang Kaufmann stürmischen und lang anhaltenden Beifall.