Hardheim

Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn Verbandsversammlung stimmte der geänderten Ausweisung von Baugelände in allen Verbandsgemeinden zu

Änderungen im Flächennutzungsplan

Archivartikel

Hardheim/Höpfingen/Walldürn.Mit der Änderung von Flächenausweisungen in allen drei Mitgliedgemeinden im Flächennutzungsplan beschäftigte sich der die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbands Hardheim-Walldürn in ihrer Sitzung am Donnerstag im Hardheimer Rathaus.

In Walldürn betrafen die durch das Gremium einstimmig befürworteten Änderungen und Erweiterungen den Bebauungsplan „Röte 1. Änderung“. Wie Alexander Beuchert als Sachgebietsleiter des Bauordnungsamts begründete, hinge diese Veränderung mit den „während der letzten Jahre fortschreitenden Veränderungen im Bereich des Einzelhandels“ zusammen. Mit der Einbeziehung von Gewerbe- und Sondergebietsflächen für den Einzelhandel in dem Baugebiet „Röte“ versuche man, dem entgegenzukommen. „Die Bebauungsplanänderung soll dazu beitragen, die Einzelhandelssituation neu zu ordnen“, erläuterte Beuchert und ging kurz die im Zug der Offenlegung eingegangenen Stellungnahmen durch.

Ein im Kern ähnlicher Sachverhalt erforderte im Höpfinger Bebauungsplan „Heidlein II“ Handlungsbedarf: Hier sprach Alexander Beuchert die anders als im ursprünglichen Flächennutzungsplan vorgesehene bauliche Entwicklung des Gebiets an. „Nachdem sich auch Gewerbebetriebe ansiedelten, die das Wohnen jedoch nicht stören, möchte die Gemeinde Höpfingen eine Nutzungsänderung festsetzen und es als gemischte Baufläche ausweisen“, erklärte er. Nachdem er die einzelnen Stellungnahmen vorgetragen hatte, ordnete die Verbandsversammlung einstimmig die Änderung des Flächennutzungsplans 2015 im Bereich „Heidlein II“ an.

Etwas komplexer gestaltete sich die den Bebauungsplan „Trieb“ betreffende Änderung für Hardheim. Hier sollen, wie Beuchert anmerkte, im östlichen Teilbereich des Bebauungsplans „Trieb“ oberhalb der Querspange Wohnbaugrundstücke angelegt werden (die FN berichteten). Die Erftalgemeinde geht vom Zuzug neuer Soldaten durch die Wiedereröffnung der Carl-Schurz-Kaserne aus. Ergänzend soll das im Westen direkt angrenzende, seit der Jahrtausendwende komplett bebaute Wohngebiet (Dr.-Konrad-Adenauer-, Heinrich-Lübke- und Theodor-Heuss-Straße) in die Planungen mit impliziert werden. Dessen Erschließung und Bebauung erfolgte seinerzeit auf Basis des nie zur Rechtskraft geführten Bebauungsplanentwurfs „Trieb-Hostienäcker“. Deshalb soll nun, so Beuchert, ein verbindlicher planungsrechtlicher Rahmen eine gewisse Rechtssicherheit schaffen. In allen drei Fällen beschloss die Verbandsversammlung nach der jeweiligen Bekanntgabe von Stellungnahmen deren Behandlung und Abwägung sowie die gewünschte Änderung der Flächennutzungspläne. ad