Hardheim

Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen Auszeit in Assisi / Pilger wandelten auf den Spuren des Heiligen

Authentische „Begegnung“ mit Franziskus

Hardheim.Für den Start ins neue Jahr wählte eine Pilgergruppe der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland den sowohl historisch als auch spirituell beeindruckenden Ort Assisi.

Dabei kam es den Teilnehmern besonders darauf an, vor Ort mit der gesellschaftlichen Situation zur Zeit des Franziskus, mit seinem Leben, seiner Suche nach dem eignen Weg und dem Gottesbild, das daraus erwuchs, in Berührung zu kommen.

Bei herrlichem Sonnenschein bot sich die Möglichkeit, in Ruhe, ohne den touristischen Rummel der Sommermonate, all die Orte zu besuchen, die zu Wendepunkten im Leben des Francesco geworden sind.

Wolfgang Kaufmann verstand es, der Gruppe die Hintergründe zu erschließen und gemeinsam mit dem Leitungsteam (Renate Kaufmann, Adrian Ambiel und Claudia Beger) die Gruppe zu einer inneren Auseinandersetzung zu führen.

Geburtshaus, Tuchladen und die Krypta mit dem Grab des Franziskus standen ebenso auf dem Programm, wie das Angebot der Teilnahme am Stundengebet der Franziskaner in San Damiano, keine fünf Minuten Fußweg durch den Olivenhain von der Gruppenunterkunft entfernt.

Die beeindruckende Kulisse der Piazza Communale, bei Nacht durch Bildanimationen und Musik künstlerisch gestaltet, das Lichtermeer im Tal vor Assisi von der Rocca, der Burg aus zu sehen, sowie die Wanderung bei herrlichem Wetter in die Carceri, der Einsiedelei in den Höhlen des Taleinschnittes am Monte Subbiaco, hat sich den Pilgern sicher tief im Gedächtnis verankert.

Bruder Thomas, ein Vertreter der deutschen Ordensgemeinschaft der Franziskaner in Assisi, führte die Teilnehmer durch die Basilica San Francesco und erschloss den Sinn der reichen Bemalung.

Besonders beeindruckt war die Gruppe von der Tatsache, dass in Assisi eine sehr authentische Begegnung mit der Person des Franziskus möglich ist. Quellenschriften, Dokumente, Gebäude aus der allerersten Zeit der Entstehung der Bewegung lassen eine recht unverstellte Begegnung mit dem Menschen Franziskus zu. Ein Sucher, der sich auf ein Ringen um ein neues Gottesbild eine innere Reform der Kirche und einen entschieden gelebten Glauben eingelassen hat.

Am letzten Tag der Auszeit stand die Begegnung mit der Heiligen Klara an, die im Kloster San Damiano gelebt und ebenso wie Franziskus ihren Weg im Glauben gesucht und gefunden hat.

Mit dem Fußweg zur Portiuncula, der Kapelle, in der der Heilige Franziskus starb, fand die Woche ihren Abschluss. Selbstversorgung, gesellige Abende, gemeinsam gestaltete Gottesdienste und die Prägung der gemeinsam verbrachten Tage ließen die Gruppe zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen, die einhellig der Meinung ist, dass dieses spirituelle Angebot der Seelsorgeeinheit auf jeden Fall wiederholt werden sollte.