Hardheim

50 Jahre Schützenverein Schweinberg Festakt mit Ehrungen / Gründungsmitglied Karl-Josef Weidinger blätterte in der Chronik / „Eine große Familie“

Bau des Schützenhauses ein Höhepunkt

Der Schützenverein Schweinberg feierte am Mittwochabend im Rahmen eines Festbanketts sein 50-jähriges Bestehen.

Schweinberg. Die Leidenschaft für den Schießsport und das Bemühen um eine erfolgreiche Vereinsarbeit war ihnen gemeinsam, als sechs Schießsportinteressierte 1968 in Schweinberg den Schützenverein zu gründen. Die sportlichen Erfolge während der zurückliegenden fünf Jahrzehnte können sich sehen lassen, wie Oberschützenmeister Jörg Gaede beim Festabend im festlich geschmückten Schützenhaus resümmierte.

Dort hatten sich neben den Vereinsmitgliedern auch zahlreiche Ehrengäste eingefunden. Unter ihnen: Ortsvorsteher Dieter Elbert, der Kreissportleiter des Schützenkreises Buchen. Reinhold Keller, der stellvertretenden Kyffhäuserwart Klaus Zeitler, der frühere Bürgermeister Ernst Hornberger, Ehrenkreisschützenmeister Otto Hemberger, die Ehrenmitglieder Fritz Künzig, Rudolf Weihbrecht, Karl-Josef Weidinger und Walter Bechold sowie Vertretern der Schweinberger Vereine.

„Wir sind eine große Familie mit den Dachverbänden auf Bundes- Landes- und Kreisebene, die auch dem Schützenverein Schweinberg den nötigen Rahmen geben, den Schießsport auszuüben.“ Mit dieser Feststellung begann Jörg Gaede seine Festansprache. Das Schützenhaus erfreue sich bei der Bevölkerung einer großen Beliebtheit. So finden dort regelmäßig private Feiern und eigene Vereinsveranstaltungen statt. Auch der regelmäßige Frühschoppen an Sonntagen erfahre großen Zuspruches. Der Dank des Oberschützenmeisters Jörg Gaede galt allen, die zum Wachsen und Gedeihen des Vereins und der Aufrechterhaltung der der Vereinsarbeit beigetragen haben.

Historischer Rückblick

Ehrenmitglied Karl-Josef Weidinger ließ im weiteren Verlauf des Festaktes die erfolgreiche Entwicklung „50 Jahre Schützenverein Schweinberg“ Revue passieren, wobei er seine detaillierten Ausführungen auch mit Bildern dokumentierte.

Wie der Festredner zunächst darlegte ging die Gründung des Schützenvereins im Jahre 1967 auf Initiative der Kyffhäuser-Schützenabteilung und deren Vorsitzenden Franz Busch und Rudolf Weihbrecht zurück. Die geeigneten Räume für den Schießsport fand der junge Verein zunächst in dem nicht ausgebauten Lehrschwimmbecken unter der Turnhalle. Man schoss dort gleichzeitig für den Kyffhäuserverband und den Sportschützenverband.

Um 1978 gab es dann erste Gespräche im Einvernehmen mit der Gemeindeverwaltung und der Flurbereinigungsbehörde, auf einem Grundstück auf dem „Engelsberg“ ein Schützenhaus mit einer Schießanlage zu erstellen.

Knapp 14 000 Arbeitsstunden

In den folgenden Jahren haben – so Karl-Josef Weidinger weiter – 154 Personen über einem Zeitraum von sechs Jahren bis zur Fertigstellung insgesamt 13 996 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Die tatkräftige Unterstützung durch die Dorfgemeinschaft sei einmalig gewesen, wobei jeder freiwillige Helfer mit seinen Fähigkeiten dazu beigetragen habe, dass etwas Großes geschaffen worden sei.

Namentlich erwähnt Karl-Josef Weidinger Alois Volk, unter dessen Regie die Erschließung vom Regenüberlaufbecken durchgeführt wurde, und Franz Mondel, von Anfang an der treibende Motor, Motivator und Organisator der „Eigenleistungen“.

Im Oktober 1994 erfolgte die Einweihung des Schützenhauses. „Seit dieser Zeit ist das Vereinsleben vielfältiger und bunter geworden“, bilanzierte Weidinger. Jeder Schütze könne die Disziplin schießen, die ihm am besten liege. Die schießsportlichen Erfolge hätten stark zugenommen. „Wir sind stolz auf 50 Jahre Schützenverein und 25 Jahre Schützenhaus.“

Grußworte und Ehrungen

Den Reigen der Grußredner eröffnete Ortsvorsteher Dieter Elbert. Dieser würdigte er die sportlichen Erfolge des Vereins sowie die stete Kooperation im örtlichen Vereinsleben. Auch könne der Schützenverein stolz auf seine erfolgreiche Jugendarbeit sein.

Grüße und Glückwünsche zum 50-jährigen Bestehen übermittelten auch Ehrenkreisschützenmeister Otto Hemberger, Kreissportleiter Reinhold Keller und der stellvertretende Kyffhäuserwart Klaus Zeitler.

Im Namen der örtlichen Vereine beglückwünschten Dorothee Kaufmann, Vorsitzende des Musikvereins Schweinberg, und Christian Würzberger, Vorsitzender der FG „Lustige Vögel“, den Schützenverein Schweinberg zum 50-jährigen Jubiläum und dankten dem Verein sowie den Mitgliedern für das stete harmonische Miteinander.

Anschließend wurden Ehrungen vorgenommen: Der Ehrenkreisvorsitzende des Schützenkeises Buchen, Otto Hemberger, überreichte dem Oberschützenmeister des Jubiläumsvereins, Jörg Gaede, die Ehrenplakette zum 50-jährigen Jubiläum. Dieser, Ortsvorsteher Dieter Elbert und Ehrenkreisvorsitzender Otto Hemberger ehrten sodann Doris Herberich, Manfred Weihbrecht, Holger Weidinger, Klaus-Dieter Greß, Markus Greß, Andreas Greß und Roland Greß für ihre 40-jährige treue Mitgliedschaft mit der Urkunde und einem Präsent.

Die beiden Gründungsmitglieder Helmut Göbes und Rudolf Weihbrecht wurden mit einer Urkunde und einem Präsent ausgezeichnet. Das heute noch aktive Gründungsmitglied Rudolf Weihbrecht zeichnete Ehrenkreisvorsitzender Otto Hemberger mit der Ehrennadel in Gold aus und ehrte den Aktiven Michael Ruttmar für seine besonderen Verdienste um den Schießsport mit der Medaille „Großer Greif“ in Silber.

(ck)