Hardheim

Hoffest des DRK-Ortsvereins Hardheim Interessante Vorführungen / Kuchen ging aus

Besucherandrang übertraf alle Erwartungen

Archivartikel

Hardheim.Hochsommerliches Wetter bot die ideelle Voraussetzung für ein höchst gelungenes und erfolgreiches Hoffest des DRK Hardheim, das dieses Mal unter dem Motto „115 Jahre DRK Hardheim und Fertigstellung der neuen Fahrzeuggarage“ stand. Gute äußere Rahmenbedingungen hatten auch die tagelangen Vorbereitungen der aktiven Mannschaft geschaffen, um den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu bieten. Neben der Fahrzeughalle lud die gesamte Hoffläche – mit großen Sonnenschirmen überdacht – zum Verweilen ein, während die einzelnen Abschnitte der neuen Fahrzeughalle dem Service und dem Beiprogramm dienten.

Die neue Generation der Küchenmannschaft bot sowohl Speisen vom Grill, wobei der aus der Feldküche frisch zubereitete Schaschliktopf im Nu ausverkauft war.

Um die Mittagszeit bis in den frühen Nachmittag waren alle vorhandenen Plätze belegt und auch die Kaffee- und Kuchentafel meldete vorzeitig „ausverkauft“, denn selbst bei kühnster Kalkulation hatte man mit diesem Ansturm nicht rechnen können. Für die aktiven Rotkreuzler jedoch war diese Resonanz erneut eine Bestätigung und der Dank für die vielfältigen Leistungen, die die örtliche Hilfsorganisation für ihre Mitbürger erbringt.

Mit dem Besuch befreundeter Rotkreuzgruppen aus dem Kreisverbandsgebiet, aber auch aus Sasbach in Südbaden und Frohburg in Sachsen sowie einer stattlichen Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr und der DLRG Hardheim, die zudem beim Ausschank hilfreich zur Seite stand, war die kameradschaftliche Verbundenheit der Hilfsorganisationen deutlich sichtbar.

Mit Bürgermeister Volker Rohm als stellvertretendem Präsident, Kreisgeschäftsführer Joachim Hermann und der Kreisbereitschaftsleitung mit Dominic und Christina Grasek-Burger war der DRK-Kreisverband präsent. Und als „Fan“ war auch „Ofirtagründer“, Privatdozent und leitender ärztlicher Direktor der Neckar-Odenwald-Kliniken, Dr. Harald Genzwürker, bei „seiner Küchenmannschaft“. Schließlich war auch eine Reihe andere Hardheimer Vereine mit Abordnungen zu Gast beim DRK.

Das Angebot von Dienstleistungen und Ausbildungsmaßnahmen im DRK stellte Kreissozialleiterin Yvonne Wolfmüller vor. Sie stattete Interessierte mit ausreichendem Informationsmaterial aus. Während Barbara und Vera Stolzenberger sowie Inge Edelmann beim Kinderschminken ihre geduldige, überwiegend weibliche Kundschaft noch gerade bewältigen konnten, sah sich das Apothekerehepaar Dr. Petra und Johannes Sitterberg an ihrer Station mit dem Messen von Cholesterin und Blutzucker schon am „Ende der Fahnenstange“ angelangt.

„Die mitgebrachten Tester haben gerade so gereicht“, resümierte Dr. Petra Sitterberg, die zusammen mit ihrem Mann Johannes ebenfalls von der großen Nachfrage an Interessenten völlig überrascht wurden.

Nicht besser erging es Hauptkommissar Robert Münch. Der derzeit nach Wertheim abgeordnete Chef der Hardheimer Polizei präsentierte in seiner Freizeit eine Rauschbrille, mittels der die Probanden ihre Leistungsfähigkeit mit 0,8 und 1,2 Promille Alkohol im Blut testen konnten. Da traten dann wohl die größten Überraschungen zu Tage. Der Andrang bei dieser Station, mit einer langen Warteschlange war so groß, dass Münch fünf Stunden ohne Pause im Einsatz war und geduldig Fragen beantworten musste.

Robert Münch: „Das hätte ich nicht erwartet. Günstig aber war in jedem Fall, dass diese Tests in einem Teil der Fahrzeughalle und nicht vor den Augen vieler Zuschauer verliefen“.

Vorsitzender Joachim Sieber zeigte sich ebenfalls überrascht über das große Interesse, so dass man sich beim DRK eine Wiederholung dieser Angebote sowie möglicherweise auch weitere derartige Präsentationen und Tests vorstellen könne.

Bereits in den Abendstunden begannen die Arbeiten für den Rückbau des Festgeländes und in einer kurzen Arbeitspause bedanken sich die Freunde aus Sachsen für die freundliche Aufnahme im Erftal mit einem Präsent. Vorsitzender Joachim Sieber dankte vor allem seinem Stellvertreter Klaus Farrenkopf, dem die organisatorische Leitung des Hoffestes oblag, sowie allen Helfern für ihren vorbildlichen Einsatz. hs