Hardheim

Schweinberger Ortschaftsrat tagte Abenteuerspielplatz und Neukonzeption des Alten Friedhofs auf der Tagesordnung

Bürger engagierten sich bei Mauerbau

Archivartikel

Der Ortschaftsrat von Schweinberg beschäftigte sich bei seiner jüngsten Sitzung auch mit dem neuen Abenteuerspielplatz und der Neukonzeption des Alten Friedhofs.

Schweinberg. „Das wird ein wirklich schöner Abenteuerspielplatz!“: Schweinbergs Ortsvorsteher Dieter Elbert stand bei der Ortschaftsratssitzung am Freitag die Freude ins Gesicht geschrieben – die Neukonzeption des Alten Friedhofs mit Ausrichtung auf einen Spielplatz nimmt weiterhin Form an.

Das begann, wie Elbert eingangs betonte, bei der erst kürzlich durch die beachtliche Eigenleistung der Dorfgemeinschaft neu gestalteten Stadtmauer. „Dass die Bürger sich so rührig mit einbrachten, ließ uns viel Geld sparen, das nun den Spielgeräten und damit den Kindern zugute kommt“, freute er sich und sprach von rund 400 ehrenamtlichen Arbeitsstunden. „Das kann sich sehen lassen“, hob Elbert hervor. Nun gelte es, auch die Mauer am südlichen Rand des im Ganzen rund 30 Ar großen Geländes anzugehen. Diese grenzt das Areal von einem Privatanwesen ab und befindet sich jeweils zur Hälfte in Gemeinde- und Privatbesitz.

Mauer bereits gesäubert

Mit Zustimmung der Wohneigentümerin nahm Dieter Elbert die Mauer bereits in Augenschein und säuberte sie: „Wohl sind vereinzelte Steine ausgebrochen, aber der Zustand ist im Ganzen recht solide „, bilanzierte er und regte ein weiteres Gemeinschaftsprojekt an. „Man könnte die Mauer stabilisieren und dann sanieren“, erklärte er, was Gemeinderat Arnold Knörzer im Hinblick auf im Vergleich mit Mauerwerken deutlich pflegeintensivere Zäune begrüßte. Hier fügte der Ortsvorsteher an, dass ein kleiner Zaun zur Abgrenzung und zum Schutz spielender Kinder schon montiert werden sollte, was auch das recht stabile Fundament gewährleiste.

Man müsse vermeiden, dass etwa häufig Bälle oder Spielgeräte auf dem nachbarschaftlichen Gartengrundstück landen. So sei auch das komplette Areal des Alten Friedhofs einzuzäunen, wobei das Zaunwerk mit drei Toren versehen werden müsse. „So kann Kommunalfahrzeugen die Einfahrt erleichtert werden, wenn etwa Mäh- oder Pflegearbeiten anstehen“, begründete Elbert. Auch der Durchgang zur Königheimer Straße und den Bushaltestellen bleibe erhalten.

Ortschaftsrat Christian Horn erkundigte sich, ob man den Zaun schon jetzt einziehen solle: „Nicht, dass der faktisch neue Zaun etwa bei der Anlieferung der Spielgeräte gleich beschädigt wird“, gab er zu bedenken. Bauamtsleiterin Denise Reichert äußerte diesbezüglich keine Bedenken, während Dieter Elbert für die Sicherheit plädierte: „Der Zaun muss stehen, bevor die Kinder den Spielplatz nutzen“, betonte er. Arnold Knörzer erinnerte an die frühere Nutzung des Areals: „Als hier häufiger Fußball gespielt wurde und wir noch keinen Soccer-Court hatten, war der Zaun vielleicht wichtiger“, merkte er an. Ortsvorsteher Elbert schlug dem Gremium vor, die Situation abzuwarten und dann zu handeln, was auch Ortschaftsrat Peter Faul begrüßte. So wurde zwar der Auftrag zur Errichtung des Zauns über 15 147,93 Euro an die Firma „Zaun und Sicherheit GmbH“ (Marktheidenfeld) mit drei Ja-Stimmen und einer Enthaltung befürwortet, wobei die Entscheidung vertagt wurde, ob der Zaun auf die Mauer gebaut wird und in welchem Umfang. „Der Auftrag wird erteilt und später disponiert“, so Elbert.

Schließlich informierte er anhand des Konzepts der Firma SIK-Holz über die Detailplanungen: Sie sieht ein aus wetterresistentem Robinienholz bestehendes Großspielgerät sowie diverse Sitzgelegenheiten und einen Unterstand vor; ebenfalls wird es ein „öffentliches Schachbrett“ aus Beton geben. Aktuell beschäftige sich der Arbeitskreis mit dem neu zu gestaltenden Areal. Nachdem die von den Schweinbergern an der bis April stehenden Plakatwand aufnotierten Impulse ausgewertet wurden und vieles als prinzipiell machbar erschien, werde man auf einige Ideen zurückgreifen: „Dazu zählt etwa ein Matschplatz, für den ein Schacht zum Wasseranschluss gesetzt wird“, erklärte Dieter Elbert und gab bekannt, dass auch Kabel für eine partielle Beleuchtung des Parkgeländes verlegt werden.

Eine gewisse Skepsis ob der geplanten Lage des Unterstands äußerte Arnold Knörzer; zum einen stünde das Gebäude vor der restaurierten Stadtmauer und schmälere das schöne Gesamtbild, während es zum anderen durch seinen Standort in einer schlecht einer schlechter einsehbaren Ecke Jugendliche zum ausgelassenen Feiern animieren könne – was wiederum denkbare Ruhestörungen der Anrainer auslöse.

Im Gegenzug sprach sich Ortschaftsrat Jörg Schwab dafür aus, die geplante Veranstaltungsbühne mit einer Rampe auszustatten: „Die Bühne ermöglicht den Müttern und Omas ein höheres Sitzen, wodurch sie die spielenden Kinder besser beaufsichtigen können – aber wenn noch ein Baby dabei wäre, müsste der Kinderwagen mit auf die Bühne“, meinte Schwab. Christian Horn erklärte, dass man gegebenenfalls das Schachbrett in diese Bühne integrieren könne, was Dieter Elbert mit dem Hinweis aufnahm, sich an den Arbeitskreis zu wenden. Allgemein sei man, wie der Ortsvorsteher betonte, „auf einem sehr guten Weg“, wenngleich Eigenleistungen noch erbracht werden müssen. ad