Hardheim

Kolpingsfamilie Erfeld feierte Jubiläum Gedenkgottesdienst und gemütliche Feier/ Vorsitzender Elmar Frank hat eine Chronik erstellt

Dank an Gott für sein Geleit in den letzten 70 Jahren

Erfeld.Einen traditionell hohen Stellenwert im Jahreskalender der Kolpingsfamilien Erfeld und Hardheim besitzt der Kolping-Gedenktag. Am Donnerstag wurde er mit der 70-Jahr-Feier der Kolpingsfamilie Erfeld verbunden, die im Februar 1948 auf Initiative von Alois Löffler gegründet wurde (die FN berichteten).

In den Mittelpunkt des besinnlichen Gedenkgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Wendelin stellte Diakon Franz Greulich die Person des seligen Adolph Kolping sowie alle Mitglieder und Freunde der Kolpingsfamilien Erfeld und Hardheim. In seiner Predigt ging Greulich auf die Situation der Heimatvertriebenen und Ausgebombten nach dem Zweiten Weltkrieg ein, die in der Kolpingsfamilie Unterkunft und eine ideelle Heimat fanden. Den 70. Jahrestag der Gründung der Kolpingsfamilie Erfeld bezeichnete er als „Gelegenheit, Gott für sein Geleit in den letzten 70 Jahren zu danken“. Für den festlichen Anstrich sorgte Organist Elmar Frank.

Frank war es auch, der als Vorsitzender der Kolpingsfamilie Erfeld den gemütlichen Teil in der Kirchbergklause eröffnete. Er präsentierte die Chronik der Kolpingsfamilie, die er in mehrjähriger Arbeit zusammengefasst und mit emotionalen, zum Auseinandersetzen mit Gesellschaft und Religion einladenden Texten ergänzt hat. Franks Dank galt neben dem Vorstand vor allem Diakon Franz Greulich für seinen unermüdlichen Einsatz in den Kolpingsfamilien sowie Pfarrer Hans Scheuermann, den er erfreut in der Runde begrüßte.

Den Diözesanvorstand Freiburg vertrat Hans-Jürgen Bundschuh (Hochhausen), der sich beeindruckt angesichts der vielfältigen Aktivitäten des Vereins zeigte und mit einem Präsent zum Jubiläum gratulierte. Für die Zukunft erhoffte er das Beste und vor allem eine rege Jugendarbeit, um den Fortbestand zu sichern und Kolpings Ideale weiter leben zu lassen.

Dem schloss sich Rudi Gärtner als Ehrenvorsitzender der Kolpingsfamilie Hardheim direkt an. Er dankte in seiner ihm eigenen heiteren Art für die ersprießliche und freundschaftliche Zusammenarbeit: „Machen wir einfach so weiter“, bemerkte er und überreichte Elmar Frank einen gerahmten Auszug der Hardheimer Kolping-Chronik, in der die Gründung der Kolpingsfamilie Erfeld aus Hardheimer Sicht protokolliert wurde. Mit 50 Mitgliedern reiste man damals auf dem offenen Lastwagen nach Erfeld, um singend der Gründungsstunde beizuwohnen.

Glückwünsche kamen ebenso von Walter Bechtold. Er verband seine Ansprache mit dem Gedenken an den 2016 verstorbenen Pfarrer Rudolf Hauck, der als Präses der Kolpingsfamilie Hardheim und Erfeld Akzente setzte und schenkte Elmar Frank ein historisches Bild zur Erinnerung.

Mit einer Verkostung tauberfränkischer Weine wurde das Abendessen eingeleitet. Zu später Stunde wurden von Franz-Karl Dörr selbst destillierte „Original Erfelder“ Obstbrände gereicht. So klang die Feier im kleinen Kreis, dafür aber umso gemütlicher aus. „70“ wird man schließlich nur einmal. ad