Hardheim

Dr. Bockelmann gestorben Mediziner hat sich viele Verdienste erworben

Das Hardheimer Krankenhaus geprägt

Archivartikel

Hardheim.Mehr als 30 Jahre war er als Facharzt für Innere Medizin und als Belegarzt des Krankenhauses für seine Patienten im Raum Hardheim da. Mit der Wahl seiner Nachfolger und der anschließenden Ansiedlung der Praxis an das Krankenhaus sorgte er mit dafür, dass sich das Haus dahin entwickeln konnte, wo es heute steht. Am Montag ist Dr. Reinhold Bockelmann im Alter von 82 Jahren in Hardheim gestorben.

1969 nach Hardheim gekommen

Der aus Osnabrück stammende Bockelmann studierte von 1955 bis 1960 in Münster Humanmedizin. Nach dem Studium war er unter anderem in Osnabrück, St. Blasien und in Buchen als Internist tätig. 1969 schloss er einen Belegarztvertrag mit dem Krankenhausverband ab und ließ sich als Facharzt in Hardheim nieder. Seine Praxis hatte Dr. Bockelmann zunächst in der Würzburger Straße 1 (damalige Bäckerei Dietz), später in seinem Eigenheim in der Mozartstraße.

In seinen 32 Jahren am Krankenhaus durchlebte Dr. Bockelmann alle medizinisch-technologischen Fortentwicklungen. Wie der damalige Bürgermeister Heribert Fouquet 2002 bei der Verabschiedung des Mediziners herausstellte, habe sich Dr. Bockelmann stets weitergebildet und sich neue Untersuchungsmethoden angeeignet, um eine möglichst optimale Versorgung seiner Patienten zu gewährleisten. Durch seine Rund-um-Uhr-Versorgung der Patienten und seine Bereitschaftsdienste habe er das Haus geprägt. Darüber hinaus habe er rund 30 Assistenzärzte ausgebildet, so Fouquet.

1999 sorgte Dr. Bockelmann dann mit dafür, dass die Weichen für die Zukunft gestellt wurden: Dr. Andreas Mövius trat als Teilhaber in die Praxis ein. Er selbst ging dann im April 2002 in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde Thomas Schwender. Wenige Monate später erfolgte der Umzug der internistischen Gemeinschaftspraxis ans Krankenhaus. Inzwischen zählt die einst von Dr. Bockelmann gegründete Praxis mit Dr. Andreas Mövius, Thomas Schwender und Dr. Albrecht Rottmann drei Fachärzte.

Am Montag ist der verdiente Mediziner 82-jährig gestorben. Neben Sohn Holger und den Töchtern Ailin und Emma trauern berufliche und private Weggefährten, Kollegen und Patienten um einen Menschen, für den sein Beruf immer auch Berufung war.