Hardheim

Auf Brau(t)schau bei Faust Rekordverdächtige Messebierprobe 2018 / Im Miltenberger Bräustüble wurde der neue Gerstensaft zur Michelsmess’ 2018 präsentiert

Das Messebier weckt die Fantasie

Archivartikel

Die Michaelismesse in Miltenberg, das größte Volksfest am bayrischen Untermain, startet am Freitag. Im Vorfeld wurde wieder das Festbier vorgestellt, für den Gerstensaft gab es viel Lob.

Miltenberg. Bier-Prominenz und Gäste testeten das Messebier 2018: Bürgermeister Helmut Demel ließ bereits nach nur zwei Hammerschlägen das Bier sprudeln. Für jung und alt ist die „Michelsmess’“ alljährlich etwas Besonderes im Dreiländereck Bayern, Baden-Württemberg und Hessen und darüber hinaus.

„Da müssen wir hin! Mindestens einmal!“ – so heißt die Devise vieler Feste-Fans, Gourmet-Gäste sowie der Bier- und Blasmusik-Liebhaber aus nah und fern. An zehn Tagen hat man dafür vom 24. August bis 2. September die Gelegenheit.

Grund genug, eine kurzweilige Mischung kennenzulernen, die sich aus vielseitigem Vergnügungspark, gut geführtem Festzelt, abwechslungsreicher Gewerbeausstellung und den seit Jahrhunderten traditionellen Marktständen zusammensetzt: alles liebe- und reizvoll eingebettet zwischen dem mittelalterlichem Stadtkern mit Marktplatz und dem Mainufer.

Übrigens: Im letzten Jahr feierte die Stadt Miltenberg bereits das 650-Jahr-Jubiläum dieser „Michelsmess“. Heuer geht es ohne besonderen Geburtstag wohl um so temperamentvoller weiter.

So braut nach alter Tradition für das attraktive Volksfest die heimische Faust-Brauerei auch ein spezielles, süffiges Bier, das am Dienstagabend im Bräustüble vorgestellt und von den Ehrengästen bereits als ein exzellentes Festbier eingestuft wurde.

Freude und Genuss

Zur Festbierprobe hatten Cornelius und Johannes Faust am Montag, 22. August, ins „Löwenbräu-Stüble“ den Stadtrat von Miltenberg mit Bürgermeister Helmut Demel, die Messeleitung, ehrenamtliche Helfer, die Festwirtsfamilie Papert und Vertreter der Presse eingeladen.

Humorvoll stellte Bürgermeister Helmut Demel in wohlklingenden Reimen eigene Erfahrungen, Eindrücke und Einschätzungen zur Michelsmess’ im Allgemeinen und zum Festbier im Besonderen vor. Sein Resümee: Der neue Gerstensaft sei „ein Traum von einem Messe-Bier“, welcher die Fantasie wecke und ein Feuerwerk entfache, er sei ein Erlebnis für den Gaumen: ein Messebier, das überzeugt!

„Das Michaelismesse-Festbier sei ein ganz besonderes Bier“, erklärte Cornelius Faust. Es werde eigens für die Michaelismesse gebraut. In einer Art Brau(t)schau präsentierte der Braumeister seine Zutaten: Dazu gehören helle und Spezial-Malze aus unterfränkischer Sommerbraugerste, Hopfen aus Spalt, der Hallertau und Tettnang, ferner brauereieigene Hefe und – man höre und staune – Miltenberger Wasser.

In offenen Bottichen gärt das Bier bei niedrigen Temperaturen und reife anschließend sechs Wochen in den kalten Brauerei-Kellern, um dann unmittelbar vor der Michaelismesse schonend filtriert zu werden.

13,3 Stammwürze verleihen dem Messebier einen festen Körper, in dem sich die feinen Aromen von Hopfen und Malz harmonisch einfügen. Mit 5,5 Prozent Alkohol und seinem frischen Trunk bringe das Bier Maß für Maß Freude und einen besonderen Trinkgenuss, erläuterte Braumeister Cornelius Faust abschließend.

Auch Festwirt Jürgen „Sony-Boy“ Papert gab seiner Freude Ausdruck, wieder auf der Miltenberger Michaelismesse präsent zu sein und nannte einige musikalische Höhepunkte und besondere Prominenz-Auftritte.

Rekordverdächtiger Bieranstich

Mit zwei gekonnten Schlägen schlug Bürgermeister Helmut Demel anschließend den Hahn in das Bierfass und das erste Messebier floss in die Bierkrüge. Gemeinsam stießen alle Gäste auf eine fröhliche, friedliche und unbeschwerte Messe an- gemäß dem altem Brauer-Segensspruch „Gott geb’ Glück und Segen drein!“.

Zu einem deftigen Essen ließen sich die Anwesenden dann das frische Messebier 2018 der Brauerei Faust schmecken. Das Fazit: Die Miltenberger Michelsmess’darf kommen!