Hardheim

Gemeinderat Hardheim Die zwei noch ausstehenden Anlagen in Gerichtstetten wurden genehmigt / Geringere Höhe

Die neuen Windräder erfordern weniger Montagearbeit

Hardheim/Gerichtstetten.Der Bürgerwindpark in Gerichtstetten sollte eigentlich sechs Windkraftanlagen umfassen. Vier davon sind gebaut und am Netz. Die Errichtung der zwei übrigen Anlagen musste wegen Problemen mit der militärischen Radarausrichtung zurückgestellt werden.

Der Gemeinderat hat dann im weiteren Verlauf im Januar diesen Jahres dem Bau der beiden Windenergieanlagen WEA 1 und WEA 2 auf Gemarkung Gerichtstetten zugestimmt. Errichtet werden sollten Anlagen des Typs E 141 EP4 mit einer Nabenhöhe von 135 Metern und einem Rotodurchmesser von 141 Meter bei einer Leistung von 4,2 MW.

Im Oktober wurde die Gemeinde dann erneut im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren angehört, nachdem beide Anlagen aufgrund der Höhe nicht genehmigt werden konnten.

Nun sind in einem dritten Anlauf niedrigere Anlagen des Typs E138 EP3 mit veränderter Form der Kuppel geplant. Diese haben eine Nabenhöhe von 131 Metern und einen Rotordurchmesser von 138 Meter bei einer Leistung von 3,5 MW. Am Standort ändert sich nichts.

„Der Ortschaftsrat befürwortet dieses Vorhaben“, erklärte Ortsvorsteher Wolfgang Walzenbach. Und diesem Votum schloss sich der Hardheimer Gemeinderat bei einer Enthaltung an.

„Die zwei neuen Windkraftanlagen sollen wieder als Bürgerwindpark betrieben und 2019 aufgebaut werden“, informierte Harald Schmieg, Geschäftsführer der Windenergie Gerichtstetten GmbH & Co. KG, im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. Die Windräder der neuen Generation besäßen dieselbe getriebelose Technik. Sie seien aber leichter aufzubauen. Die Gondel werde nun beispielsweise komplett montiert geliefert, während die alten Anlagen auf der Baustelle zusammengebaut werden mussten und dadurch deutlich mehr Montagearbeit anfiel. i.E.