Hardheim

Offizielle Verabschiedung von Markus Alter Er leitete 14 Jahre den Bauhof in Hardheim / Nachfolger wird gesucht

„Ein Mann für alle Fälle“ in der Gemeinde

Archivartikel

Hardheim.Auf eigenen Wunsch verlässt der langjährige Hardheimer Bauhofleiter Markus Alter das Erftal. Er zieht in die österreichischen Alpen und wird sich dort einer neuen beruflichen Herausforderung als Bauhofleiter im Urlaubsort und Skiparadies Saalbach-Hinterglemm stellen (die FN berichteten). In der jüngsten Sitzung des Hardheimer Gemeinderates wurde er offiziell verabschiedet.

Bürgermeister Volker Rohm skizzierte in der Laudation markante Stationen aus Alters Berufsleben. Dieser absolvierte von 1988 bis 1991 eine Ausbildung als Maurer bei der Firma Lintz & Hinninger KG in Mosbach. Dort war er anschließend bis zu seiner Einstellung als Betriebsleiter des Hardheimer Bauhofs von 1991 bis 2005 noch weiter als Mauergeselle und Vorabeiter beschäftigt.

„Markus Alters Aufgabengebiet in Hardheim umfasste eine Vielzahl von Tätigkeiten und Einsatzgebieten. Es brachte Kontakt zu Verwaltung und Mitarbeitern, Mitbürgern, Vereinen und Institutionen, Behörden, Firmen sowie Führungsverantwortung auf verschiedensten Feldern mit sich“, blickte Bürgermeister Rohm zurück. „Im Rahmen der Leitung des Bauhofes waren Absprachen und Koordination mit der Verwaltung, Arbeitsorganisation und Einteilung der Mitarbeiter gefragt. Besonderes Augenmerk galt dem Fahrzeug- und Maschinenpark. Hierbei waren Kenntnisse über Einsatz, Wartung und Erhalt der technischen Einsatzbereitschaft, Vorschläge für Neu- oder Ersatzbeschaffungen gefordert.“

Zur Erfüllung der gemeindespezifischen Aufgaben gehörten aber auch die Pflege der Grünflächen und Anlagen, Spielplätze, Friedhöfe sowie die Unterhaltung der Gehwege und Straßen. Hierbei waren der Winterdienst sowie die Reinigung der Straßen und Plätze nach Ereignissen wie Fastnachtsumzug oder Märkten zu organisieren.

„Nach Wetterereignissen wie Starkregen, Sturm oder Hagel waren Sicherstellung der Entwässerung und Erhalt der Verkehrssicherung bei Tag und Nacht genauso Pflicht wie die Unterstützung der Wassermeister bei Rohrbrüchen“, fuhr Rohm fort. Des Weiteren erwähnte er die Unterstützung des Bauamts durch Überwachung von Firmen und Büros, die Vertretung der Gemeinde bei Vorortterminen sowie die Zusammenarbeit mit dem Bauamt bei Arbeitsvergaben. Auch die Abnahme durchgeführter Maßnahmen sowie die Kontrolle der angeordneten Arbeiten seien „Tagwerk“ des Bauhofleiters.

„Mancher Vereinsvorstand und alle Ortsvorsteher haben sich dabei des Sprachfehlers von Markus Alter bedient, dass er nicht nein sagen kann“, kam der Bürgermeister auf die menschlich-hilfsbereite Seite zu sprechen.

„Alters Metier waren Stein, Erde und Asphalt.“ Dennoch sei sein Rat bei Gewässer- und Verkehrsschauen genauso gefragt gewesen wie bei der Überwachung aller gemeindeeigenen Einrichtungen oder beim Aufbau von Hütten und Bühne an Märkten und Festen.

Dem Personalrat gehörte der scheidende Bauhofleiter seit 2010 an. Er half bei der Organisation von Betriebsfesten und Ausflügen, war Initiator mehrerer Bergwandertouren und Vater der alljährlichen Grillfeste im Bauhof für alle Mitarbeiter. „Die Mitarbeiter der Gemeinde, vom Kindergarten bis zur Schule, vom Museum bis zur Musikschule, von der Verwaltung bis zum Forst bedanken sich bei ihm für die über 14 Jahre, die Markus Alter mit ihnen und für die Gemeinde Hardheim gearbeitet hat“, schloss Rohm, bevor er – ebenso wie später Manfred Böhrer von der SPD-Bürgerliste – zur Erinnerung an Hardheim ein Präsent überreichte und für den Neustart beruflich wie privat alles Gute wünschte.

Markus Alters erinnerte an vergangene Zeiten, als er nach Hardheim kam und dort – vom Wählscheiben-Telefon angefangen – manches im Bauhof noch sehr rückständig war. Das änderte sich mit der Zeit und unter seiner Leitung schnell. Von Anfang an konnte Alter die Errichtung des neuen Gemeindebauhofs in der Erftalgemeinde begleiten.

Er bedankte sich beim Gemeinderat dafür, dass dieser – oft nach kontroverser Diskussion - seine Vorschläge mitgetragen habe. Hervorragend sei die Teamarbeit auch mit der Verwaltung zum Wohl der Gemeinde gewesen. „Wir haben jetzt einen gut ausgestatteten Bauhof“, so Alters Resümee. i.E.