Hardheim

Bei der Sparkasse in der Wertheimer Straße zu bestaunen Familie stiftete Statue / Freude beim Arbeitskreis für Denkmalpflege groß

Eine „Fatima“-Madonna schmückt nun die Vitrine

Archivartikel

Hardheim.Vielen ist vielleicht nicht aufgefallen, dass sie fehlte: die Pieta (Muttergottes mit dem toten Heiland) auf dem Areal der Sparkasse Tauber-Franken in der Wertheimer Straße. Seit einigen Tagen ist die Vitrine wieder „gefüllt“ – aber nicht mit der ursprünglichen Statue, sondern mit einer neuen im Stile der „Fatima“-Madonna.

Aber der Reihe nach: Auf dem ehemaligen Anwesen, das die Familie Bundschuh in den 1960er Jahren an die Sparkasse veräußert hatte, stand eine Pieta, die nach Fertigstellung des Gebäudes ihren Platz in der Mauer zum benachbarten Anwesen Weimann fand. Liesel Weimann sorgte bis zu ihrem Tode im Jahr 2010 für die Reinhaltung, Pflege und für einen Blumenschmuck.

2012 wurde die Scheibe der betonierten Vitrine eingeschlagen und die Figur beschädigt. Eine Restaurierung war allerdings wegen der schadhaften Substanz der Statue und wegen teilweise fehlender Teile nach Ansicht von Fachleuten nicht mehr möglich.

Nun wurde eine neue Madonna von einer Familie, die allerdings ungenannt bleiben möchte, gestiftet. Diese hatte die über 100 Jahre alte „Fatima-Madonna“ seit Generationen in ihrem Besitz und trat die Madonna ab, nachdem auch Helmut Berberich vom Arbeitskreis für Denkmalspflege im Museumsverein vergeblich versucht hatte, an diese Stelle die Madonna aus der Grotte am Krankenhaus zu platzieren.

„Leider war diese um zehn Zentimeter zu groß, so dass eine Umsetzung nicht in Frage kam“, so Berberich, der auch dafür sorgte, dass die „neue“ Madonna bei der Sparkasse in das Kataster des Denkmalamtes aufgenommen wurde. hs