Hardheim

Bei der Kolpingfamilie

Einstimmung in den Karfreitag

Archivartikel

Hardheim.Tradition hat im Jahresprogramm der Kolpingsfamilie Hardheim die Einstimmung in den Karfreitag. Nach der Betstunde in der Krankenhauskapelle wurden die Teilnehmer im Pfarrheim von Walter Bechtold begrüßt, ehe man sich mit dem Leben und Wirken des 2016 in Würzburg seliggesprochenen Paters Engelmar (Hubert) Unzeitig auseinander setzte. Geboren 1911 im Sudetenland, empfing er 1939 seine Priesterweihe und wurde im Jahr darauf Seelsorger in Glöckelberg. Dort wurde es ihm zu Verhängnis, dass er offen die nationalsozialistische Ideologie in Frage stellte; 1941 wurde er ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Dort erlebte er menschenunwürdige Zustände, verlor aber nie seine Hoffnung. Bei der Versorgung an Typhus erkrankter Menschen, für die er sich freiwillig meldete, infizierte er sich mit der Krankheit und starb 1945, um von seinen Mitbrüdern als Märtyrer gefeiert zu werden. Seine Asche befindet sich in der Würzburger Herz-Jesu-Kirche. Nach der tiefsinnigen Einstimmung dankte Diakon Franz Greulich den Besuchern sowie Walter Bechtold. ad