Hardheim

Kickboxen Der Hardheimer Roman Hein wurde Deutscher Meister nach K1-Regeln der IFSA

„Emotionale Achterbahn für Kämpfer und Trainer

Hardheim.Gibt es im Kampfsportbereich einen „Hattrick“, hat der Hardheimer Roman Hein ihn am letzten Wochenende erreicht: Nachdem der im Gym „Chok Dee“ trainierende 27-Jährige 2016 Deutscher Meister im Kampfsportbereich K1 wurde und im Dezember 2017 auf der „Mix Fight Gala“ in Frankfurt seinen ersten Kampf in der professionellen A-Klasse als Sieger verließ, wurde er in Pegnitz Deutscher Meister nach K1-Regeln der IFSA („International Fight Sport Association“).

„Es war ein wirklich harter Kampf mit einem harten Gegner, der starke Nehmerqualitäten an den Tag legte und jeden Schlag Romans mit einer Gegenaktion beantwortete“, erklärt Trainer Alwin Homm. Roman Hein wiederum trumpfte mit stetigem Vorwärtsdruck auf und punktete durch viele harte Kicks. Auf diese Weise wurden insgesamt fünf Runden à zwei Minuten bestritten. Soweit, so gut, aber dann ging es erst los mit dem Herzklopfen: Die Punktrichter konnten nach der regulären Kampfzeit keinen klaren Sieger festlegen. „Das erforderte wiederum eine Zusatzrunde, die Roman durch gekonnte Aktionen für sich entschieden hat“, freut sich Alwin Homm und spricht von einer „emotionalen Achterbahnfahrt für Kämpfer und Trainer“, nach der Roman Hein seinen Gürtel in Empfang nehmen durfte und die Liste seiner Erfolge verlängerte – neben den Meistertiteln konnte er bereits mehrere Amateurtitel mit nach Hardheim bringen.

Natürlich aber fällt kein Meister vom Himmel: Für den großen Erfolg investierten die jungen Kampfsportler eine rund siebenwöchige Vorbereitungszeit. Eine sehr große Hilfe war ihnen dabei Mohammed El-Hello, der selbst im Hardheimer Gym „Chok Dee“ aktiv ist und bei den Vorbereitungen eine tragende Rolle spielte. Cheftrainer Alwin Homm nämlich weilte bei einem dreiwöchigen Trainingslager in Thailand, um sich fortzubilden und die dort erworbenen Kenntnisse später im Gym seinen Wettkämpfern weiter zu geben.

„Training bedeutet keine Gemütlichkeit, sondern ist sehr harte Arbeit“, schildert der 32-Jährige. Schließlich sehe man im Boxring nur den Kämpfer, während im Hintergrund ein ganzes Team für den reibungslosen Ablauf des Kampfs und die bestmögliche Vorbereitung verantwortlich zeichnet. Aktuell gilt das Augenmerk der „Chok Dee“-Truppe dem Tournament am 3. November: An diesem Tag wird Roman Hein in Mainz seinen nächsten Kampf der Top-League bestreiten. ad