Hardheim

Abendunterhaltung beim Sommerfest Auftritte der Bands „Rock It“, „SchallMassel“, Screaming Slugs“ und „Enjoy“

Fest bot für jeden Musikgeschmack etwas

Gute Laune, gute Musik und gute Freunde, die man trifft: All das macht das Hardheimer Sommerfests aus, das am Wochenende ein buntes musikalisches Rahmenprogramm für alle Geschmäcker bot.

Hardheim. Für klare Verhältnisse sorgten am Freitagabend die Mitglieder von „Rock It“ mit ihrem Motto „The show must go on!“. Die Band selbst ist in Hardheim schon länger bekannt gehört nach mehreren Auftritten fast zum Inventar des Sommerfests.

So hatten sie leichtes Spiel mit ihren Fans, die sich über zahlreiche Klassiker und aktuelle Songs von eindeutig rockigem Kaliber freuen konnten. Dabei jonglierte man munter zwischen deutsch- („Oh Jonny“, „Wir brauchen Bass“) und englischsprachigen („Mighty Quinn“, „Rolling In The Deep“) Titeln, denn bekanntlich macht es die Mischung aus.

Gitarrenlastig und gefühlvoll zugleich setzte „Rock It“ schließlich den als Welthit anzusehenden „Cars“-Soundtrack „Life isa highway“ – sozusagen die englischsprachige Antwort auf Patrick Lindners Hit „Gefühl ist eine Achterbahn“ – in die Tat um. Zur Sache ging es bei der flotten Rockhymne „Don’t Stop Believing“, die wie der AC/DC-Klassiker „Highway To Hell“ auch nach Mitternacht einheizte.

Bunte Mischung

Untrennbar mit dem Sommerfest verbunden sind auch Christian Parth und Gerald Hauck. Ihr Duo „SchallMassel“ kann mit Fug und Recht als legendär bezeichnet werden. Nachdem sie Manfred Dörr und Christoph Bauch für die tolle Atmosphäre dankten, legten sie mit ihren Gitarren los: Ihr musikalisches Spektrum umfasste fröhliche Werke von Pop über Schlager bis hin zu Chansons – eine Mischung, die bestens ankam: Bei „Ich war noch niemals in New York“, „Mrs. Robinson“ oder „Wunder gibt es immer wieder“ konnte aus vollem Hals mitgesungen werden, während altehrwürdige Sommerhits wie „In The summertime“, „Like ice in the sunshine“ und „Bacardi Feeling“ perfekt das lockere Flair eines lauen Sommerfest-Abends reflektierten.

Auch das Ambiente am Stand der TVH-Handballer – in diesem Jahr vom Volksbank-Areal auf den großen Schulhof verlegt – unterstrich dieses Charisma: Unter dem quer über den Hof gespannten Fallschirm ließ es sich vortrefflich feiern, singen, tanzen und lachen.

Am selben Ort konnte sich das Publikum der „Screaming Slugs“ am Samstag in die guten alten „Holzwurm-Zeiten“ zurückträumen.

Erinnerung an „Holzwurm“-Zeiten

Mit Songs von ZZ Top wie „Sharp dressed man“ oder „Jesus left Chicago“, Bob Seeger („Good time Rock’n’Roll“), Gerry Rafferty, Greg Allman, Tom Petty und den Beatles hatten German Loser, Harald Eirich, Peter „Schwobbel“ Leiblein und der junge, äußerst talentierte Schlagzeuger Simon Dörr im wahrsten Sinn des Wortes „den Bogen raus“ und brillierten mit klar akzentuierter Rhythmusarbeit und ehrlichem Sound, der einfach nur Freude bereitete - eben Musik wie in den guten alten „Holzwurm“-Zeiten. Aber auch auf dem Schlossplatz tat sich am Samstag einiges. Wo 24 Stunden vorher der treibende Pop-rock von „Rock It!“ über den Schlossplatz fegte, präsentierten die vier Mitglieder von „Enjoy“ eine gänzlich andere, aber ebenso sympathische und partytaugliche Art von Musik: Die aus Steffen Gärtner, Markus Dörr, Nadja Beyer und Janine Breunig bestehende Hardheimer Kultband fuhr das Beste aus Schlager, volkstümlicher Musik und Party-Klassikern auf.

Schlager für alle Generationen

Zunächst mischte „Enjoy“ das Publikum mit dem kraftvollen Hinweis auf die „Schürzenjägerzeit“ und mit dem Klostertaler-Hit „Halleluja“ auf. Schon die ersten Lieder bewiesen, dass Volksmusik und Schlager entgegen aller Vorurteile nicht nur für die Ohren der Senioren bestimmt sind und alle Generationen mitreißen.

Publikum sang eifrig mit

Denkbar hoch lag der Mitsing-Faktor dann auch beim allseits bekannten „Kufstein-Lied“ über die „Perle Tirols“, ehe ein griffiges Medley diverse volkstümliche Erfolge bis hin zu „Her mit meine Hennen – der Gockala is do“ aus dem Schaffen des Wiener Liedermachers Horst Chmela bündelte.

Natürlich gehörte auch „Atemlos durch die Nacht“ zur Setlist, so umstritten der große Erfolg von Helene Fischer angesichts seiner dauerhaften Medienpräsenz auch sein mag, so stimmungsvoll kam er daher und lockte zahlreiche Fans vor die Bühne: Da stand kein Tanzbein still.

Regelmäßig erfüllte „Enjoy“ auch Wünsche der Zuhörer und sorgte etwa mit Liedern der Kölner Kultband „De Höhner“ sowie dem „Pur-Party-Hitmix“ sowie „Hulapalu“ und dem Klassiker „Country Roads“ für beste Stimmung. Zwar wurde „The Summer Rain“ von Tony Christie nicht angespielt, wobei der „warme Sommerregen“ dafür zu späterer Stunde vom Himmel fiel. Dem bunten Sommerfest-Treiben tat dieser Guss keinen Abbruch: Bis weit nach Mitternacht erklangen auch auf dem Schulhof frohe Lieder. ad