Hardheim

Am Marktplatz in Hardheim tut sich was Volksbank Franken baut ihre Filiale für 600 000 Euro um / Uhren-Optik Gärtner gestaltet Schaufensterfront um

Geschäfte investieren in Modernisierung

600 000 Euro wird die Volksbank Franken in ihre Filiale in Hardheim investieren, um diese umzugestalten und fit für die Anforderungen der Zukunft zu machen.

Hardheim. Das Sterben der Ladengeschäfte in Hardheim geht weiter. In der Donnerstagsausgabe informierten die FN, dass die traditionsreiche Metzgerei Greulich ihre Pforten aus Altersgründen der Inhaber schließt. Eine Nachfolge ist nicht in Sicht.

Aber es gibt auch Positives aus der Geschäftswelt der Erftalgemeinde zu berichten. So werden gleich zwei Gebäude am Marktplatz modernisiert und attraktiver gestaltet.

Das eine ist die Filiale der Volksbank Franken, das andere Uhren-Optik Gärtner. „Wir nehmen ein kleines Facelifting vor – eine Veränderung für die Zukunft“, erläuterte Optikermeister Michael Gärtner auf Anfrage der FN die Baumaßnahme. 40 Jahre lang habe das Fachgeschäft keinen behindertengerechten Zugang gehabt. Das ändere sich nun. Auch der Schaufensterbereich werde baulich umgestaltet. „Die Fassade soll eine ansprechendere Optik erhalten und dadurch zugleich das Ortsbild von Hardheim verschönern“, so Michael Gärtner.

Bauliche Verbesserungen

„Im Ortskern tut sich also doch etwas. Hardheim kann schließlich für jede Verbesserung dankbar sein“, so das BdS-Mitglied. Ein positiver Nebeneffekt: Innen in den Geschäftsräumen erhält man dadurch mehr Stauraum.

Eigentlich sollten auch die Umbau- und Renovierungsarbeiten am Gebäude der Volksbank-Filiale schon fast abgeschlossen sein. Da aber die Baufirmen alle ausgebucht waren, beschloss die Volksbank Franken, ihr Bauvorhaben um ein halbes Jahr zu verschieben.

„Auch wollten wir unsere Mitarbeiter nicht in der kalten Jahreszeit in den Übergangscontainern frieren lassen“, nannte Bankdirektor Rainer Kehl im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten einen weiteren Grund.

„Wir stehen in den Startlöchern und warten nur noch auf die Baugenehmigung“, ließ Kehl wissen. „Sobald diese vorliegt, können wie loslegen.“

Von außen wird sich an dem Bankgebäude nichts verändern. Warum also eine Baugenehmigung? „Wir benötigen diese für die beiden Container, die wir in der Übergangszeit im Hof unserer Hardheimer Filiale errichten werden, um den Bankbetrieb aufrecht erhalten zu können“, erläuterte Kehl.

Warten auf die Baugenehmigung

Der an das Gebäude angrenzende Parkplatz der Gemeinde sei von den Umbauarbeiten nicht oder nur wenig betroffen: „Lediglich ein Durchgang zu den Containern muss für die Abwicklung der Serviceleistungen gewährleistet sein.“

Den jetzigen Planungen zufolge soll Anfang Mai Baubeginn sein. „Je früher, desto besser“ (Rainer Kehl).

Ziel ist es, mit dieser Maßnahme durch eine zukunftsorientierte Filialkonzeption den Herausforderungen und den Wünschen der Kunden gerecht zu werden.

Ähnlich wie in der Filiale in Walldürn soll es eine erweiterte SB-Zone und helle, freundliche Räume geben. Unter anderem sollen dazu der Selbstbedienungs- und der Servicebereich ineinander übergehen und moderne und diskrete Büros für die persönliche Kundenberatung entstehen.

„Der bisherige Schalter ist heutzutage nicht mehr notwendig.“ Jeder Berater erhält ein eigenes Zimmer für die Kundengespräche. Denn auch außerhalb der normalen Servicezeiten sollen diese die Möglichkeiten haben, in der Bankfiliale Gespräche mit den Kunden zu führen.

„Finanzmarktplatz des Erftals“

Mit dem Umbau in das neue Beratungscenter für das gesamte Erftal – in einen modernen „Finanzmarktplatz des Erftals“, wie Rainer Kehl es formulierte, investiert die Volksbank Franken circa 600 000 Euro in die Zukunftsfähigkeit ihres traditionsreichen Standorts Hardheim. Mit Einschränkungen und Behinderungen während der Umbauphase ist zu rechnen.