Hardheim

Thema in der Gemeinderatsitzung Verwaltung soll den Beitritt zur Forstlichen Vereinigung Odenwald-Bauland vorbereiten

Hardheim wünscht sich weitere Betreuung durch die untere Forstbehörde

Archivartikel

Hardheim.Aufgrund der Forststrukturreform, die das Land unter anderem in Folge eines kartellrechtlichen Verfahrens zur Holzvermarktung durchführt, müssen Städte und Gemeinden die Betreuung des Kommunalwaldes und die Holzvermarktung neu regeln. Die Gemeinde Hardheim hat ein Interesse daran, dass der Privatwald - insbesondere der Kleinprivatwald - im Gemeindegebiet jeweils angemessen mitbetreut wird und gute Vermarktungsmöglichkeiten für das dort anfallende Holz bestehen. Denn entsprechende Versäumnisse im Privatwald können auch den Kommunalwald nachteilig berühren.

Bei der Betreuung und Holzvermarktung sind die Aspekte Wirtschaftlichkeit, Beständigkeit und Flächendeckung entscheidend, so der Konsens im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Gemeinde Hardheim gehört mit ihren 2000 Hektar Gemeindewald und einem Hiebsatz von 13 000 Festmetern im Jahr zu den größeren Waldbesitzern im Landkreis. Wie die künftige Beförsterung aussehen könnte, erläuterte Kämmerer Bernd Schretzmann dem Gemeinderat.

Das Gremium beauftragte die Verwaltung, gegenüber dem Landratsamt das verbindliche Interesse Hardheims an einer weiteren Betreuung durch die untere Forstbehörde zu bekunden einschließt, und einen Vertrag zur Anpassung der bestehenden Rechtsbeziehung abzuschließen. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, wie bereits zahlreiche andere Kommunen im Kreis den Beitritt zur Forstlichen Vereinigung Odenwald-Bauland (FVOB) vorzubereiten. Dazu muss die Gemeinde dieser beitreten und einmalig einen Genossenschaftsanteil in Höhe von 2100 Euro erwerben. Der Beitritt soll Mitte 2019 erfolgen.

Die Ausgaben werden steigen, da künftig die tatsächlichen Kosten für die Beförsterung zu zahlen sind. Diese soll in Hardheim weiterhin durch Landkreisbeamte erfolgen. Die Brennholzvermarktung ist Aufgabe der Kommune und wird nicht von der FVOB geleistet. Sie erfolgt durch die Revierleiter in enger Zusammenarbeit mit dem Rechnungsamt der Gemeinde.

Markus Weniger begründetre seine Zustimmung zu dieser Lösung unter anderem damit, dass sie zur Gesunderhaltung des Waldes beitrage. „Wir sind glücklich darüber, unsere beiden Revierförster Klaus Hanke und Florian Pogorzelski zu behalten“, nannte Bürgermeister Rohm einen weiteren Vorteil. i.E.