Hardheim

„Original Erfelder“ Josef Löffler feiert am Dienstag, 28. Mai, seinen 75. Geburtstag

Harmonische Frohnatur

Archivartikel

Erfeld.In Erfeld zu Hause und als Frohnatur noch weit über den Bereich der Kirchturmspitze hinaus bekannt, ist Josef Löffler, der am Dienstag, 28. Mai, seinen 75. Geburtstag feiert. Als „original Erfelder“ erblickte er 1944 im Hause seiner Eltern Otto und Ida Löffler, wie das Geburtstagskind mit einem Schmunzeln bemerkt, das Licht der Welt.

Schwere Zeiten

Die Kinder- und Jugendzeit war alles andere als unbeschwert, denn sein Vater verstarb nach dem Kriegsende in der russischen Gefangenschaft. So galt es, in einer nicht einfachen Zeit mit drei Geschwistern, der Mutter und der Oma das tägliche Leben zu meistern. Nach dem Tod seines Vaters stand die elterliche Schreinerei leer und mit der kleinen Landwirtschaft und der kargen Kriegerwitwenrente seiner Mutter war das Leben für die Familie nicht einfach. Für Löffler und seine Geschwister bedeutete dies: Fest mit anpacken, wenn die Schule zu Ende war. Dann ging es in den Wald, um beim Bäume pflanzen zu helfen, um ein paar Mark für den Lebensunterhalt der Familie beizusteuern. Im Anschluss an die Grundschule besuchte Josef Löffler die landwirtschaftliche Fortbildungsschule in Gerichtstetten.

Mit 18 Jahren lernte Löffler als Verkaufsfahrer beim Mineralölvertrieb Henn in Hardheim den „Umgang mit Kunden“ von der Pike auf. Mit dem Wechsel nach Distelhausen zur Brauerei am 1. Januar 1977 hatte Löffler nun Bier statt Kraftstoffe und Mineralöle in seinem „Angebot“. 28 Jahre war er als Gebietsverkaufsleiter in der Distelhäuser Brauerei – bis zum Eintritt ins Rentenalter – beruflich zu Hause und pflegte in dieser Zeit Kundenkontakte und Freundschaften.

Sein persönliches Glück lief ihm bei der Kerwe in Brehmen in die Arme. Hier lernte er seine Ehefrau Hiltrud kennen, die er 1967 vor den Traualtar führte. Zwei Jungs und ein Mädchen machten die Familie komplett und bescherten ihm insgesamt neun Enkel.

Familie an erster Stelle

Auch wenn für Löffler ein intaktes und harmonisches Familienleben an erste Stelle steht, reiht sich das Vereinsleben gleich dahinter ein. Während er den SC Erfeld schon seit 46 Jahren als passives Mitglied unterstützt, ist er seit 57 Jahren bei der Erfelder Feuerwehr und war bis zum Eintritt in die „Altersabteilung“ aktiver Feuerwehrmann. Auch wenn nun Jüngere bei Einsätzen den Vortritt haben, ist das Geburtstagskind bei anderen Aktivitäten dabei, insbesondere beim Besuch befreundeter Wehren und deren Festlichkeiten.

Musik und Gesang gehören bei Löffler zum Leben und so singt er mittlerweile 59 Jahre beim Erfelder Kirchenchor, wo man seine klare Bassstimme nicht missen möchte. Eine Periode lang war er gar stellvertretender Vorsitzender des Chores. Die Kolpingfamilie und deren Werte sind ihm nach wie vor eine Herzensangelegenheit. Immerhin ist er seit 56 Jahren Mitglied der Erfelder Kolpingfamilie und war von 1964 bis 1972 deren „Senior“, wie man den Vorsitzenden zu nennen pflegte. In dieser Zeit war die Erfelder Kolpingfamilie sehr lebendig, denn neben Theateraufführungen und Bunten Abenden zur Fastnacht standen im Sommer große Tageswanderungen und – über das ganze Jahr hindurch verteilt – Geselligkeit, Versammlungen und die Pflege der Gemeinschaft auf dem Programm.

Knapp 20 Jahre gestaltete er als Mitglied des Ortschaftsrates seinen Heimatort mit und wurde für dieses Engagement mit der Ehrenurkunde des Gemeindetages von Baden-Württemberg geehrt. Auch für das Amtsgericht Buchen war er als stellvertretender Schöffe tätig. Seine christliche und menschliche Einstellung ist auch ein Grund, dass Löffler dem Katholischen Männerwerk seit 40 Jahren angehört, davon 20 Jahre als örtlicher Obmann. Seit 14 Jahren begleitet Löffler die „Kolpinggruppe Odenwald-Tauber“ zur „Gebetswache der Männer“ auf dem Lindenberg bei St. Peter im Schwarzwald.

Gerne in der Natur unterwegs

Bei all den vielen Aktivitäten nutzt Löffler noch heute seine verbleibende Zeit für seine Hobbys. Neben Kegeln und Singen ist die Zeit im Garten und der Natur für ihn das Größte. Wenn die Wanderstrecken auch etwas kürzer geworden sind, genießt er sie genauso wie der regelmäßige Besuch der Seniorennachmittage.

Heute wird im Hause Löffler mit der Familie und vielen Freunden gefeiert. Und auch viele Erfelder, Bekannte und ehemalige Kunden werden es sich nicht nehmen lassen, dem Geburtstagskind ihre Glückwünsche auszusprechen, denen sich die Fränkischen Nachrichten anschließen. we