Hardheim

Sitzung des Krankenhausverbandes Hardheim-Walldürn Jahresergebnis der Klinik vorgestellt / Demografische Entwicklung könnte Nachfrage steigen lassen

Haus steht vor neuen Herausforderungen

Archivartikel

Die Rahmenbedingungen erschweren es dem Hardheimer Krankenhaus, die Wirtschaftlichkeit zu erhalten und Investitionen vorzunehmen, wie bei der Verbandsversammlung deutlich wurde.

Hardheim/Walldürn. Unter der Leitung des Vorsitzenden und Bürgermeisters Volker Rohm fand die Verbandsversammlung des Krankenhausverbandes Hardheim-Walldürn in der Begegnungsstätte des Geriatriezentrums St. Josef Walldürn statt. Rohm informierte dabei über das Jahresergebnis des Hardheimer Krankenhauses.

Dies stelle die stationäre Gesundheitsversorgung einem ländlichen, teilweise strukturschwachen Raum wie diesem sicher. Trotz der Zwänge im Gesundheitswesen, fehlender Spezialisierungs- und Kooperationsmöglichkeiten sowie adäquater Vergütungsstrukturen versorge man mit engagierten Mitarbeitern die Bevölkerung an 365 Tagen rund um die Uhr.

8,02 Millionen Euro

Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Aufwendungen und Erträge im Erfolgsplan des Krankenhauses Hardheim 8,02 Millionen Euro. Insgesamt wurden 2208 Patienten stationär behandelt. Die Verweildauer habe sich im Jahr 2018 leicht auf 4,98 Tage reduziert. Auch 2018 sei die Qualität der Patientenbehandlung in Hardheim auf höchstem Niveau sichergestellt worden, wobei gleichzeitig der Mitteleinsatz weiter optimiert wurde.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Krankenhaus Hardheim nach Vollzeitstellen 65,06 Mitarbeiter, und nach der tatsächlichen Anzahl 112 Mitarbeiter. Das Krankenhaus Hardheim habe eine geringe Fluktuation und viele Mitarbeiter mit langjähriger Betriebszugehörigkeit.

Pflegeaufwand steigt

Die demografische Entwicklung zeige sich in einer teilweisen Überalterung der Patienten, die oftmals multimorbide (lateinisch, bedeutet: mehrfacherkrankt) seien und mit zunehmender Häufigkeit pflegeaufwendige Begleiterkrankungen aufweisen würden wie beispielsweise Demenz.

Durch diese Entwicklung der Bevölkerung und dank des medizinischen Fortschritts werde sich die Nachfrage nach guter Medizin auch künftig erhöhen. Unter diesen äußerst ungünstigen Rahmenbedingungen sei es für das Krankenhaus in Hardheim eine große Herausforderung gewesen, den Erhalt der Wirtschaftlichkeit zu sichern und gleichzeitig die notwendigen Investitionen durchzuführen.

Grundstein gelegt

Mit dem Umbau und der Erweiterung des OP-Bereichs, der chirurgischen Gemeinschaftspraxis und der Erweiterung der gynäkologischen Praxis sowie des Anbaus der acht neuen Zweibettzimmer seien hierfür hervorragende Voraussetzungen geschaffen worden, so Rohm. Ein zweiter, dringend notwendigen Bettenaufzug und ein weiteres Fluchttreppenhaus seien ebenfalls erbaut worden. Wenn die Bevölkerung das Krankenhaus auch weiterhin so gut annehme wie bisher, sei die Zukunft des Krankenhaus Hardheims gesichert, ist sich der Verbandsvorsitzende sicher. ds