Hardheim

Neubaugebiet „Trieb“ in Hardheim Gemeinderat beschloss Bebauungsplansatzung / Abwägung der Stellungnahmen / Erschließungsarbeiten von Juli bis Jahresende

Hausbau kann im neuen Jahr beginnen

Archivartikel

Die Nachfrage nach Bauplätzen in Hardheim ist hoch. Neues Baugelände wird deshalb oberhalb der Querspange ausgewiesen. Die Erschließungsarbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Hardheim. Die Gemeinde Hardheim rechnet durch die vom Bund angestrebte Wiedebelebung der Carl-Schurz-Kaserne mit einem weiteren Anwachsen der Bevölkerungszahl und in Folge weiterem Wohnraumbedarf. Nicht zuletzt deshalb entsteht das Neubaugebiet „Trieb“. Am nördlichen Siedlungsrand von Hardheim sollen neue Wohnbaugrundstücke in ruhiger, landschaftlich reizvoller Lage und guter Anbindung an die örtliche Infrastruktur entstehen – vorrangig Bauplätze von fünf bis sechs Ar Größe für die Einzel- und Doppelhausbebauung. Nur ein kleiner Bereich in südöstlicher Lage wird Mischgebiet. Das gesamte Plangebiet umfasst eine relativ große Fläche von rund 12,02 Hektar, davon entfallen 6,65 Hektar auf das Neubaugebiet.

Als Grundlage erforderlich ist ein Bebauungsplan. Dem Entwurf stimmte der Gemeinderat im Januar zu. Nach der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden im Februar und März befindet man sich – ebenso wie beim Änderungsverfahren des Flächennutzungsplanes (Thema in der heutigen Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbandes in Hardheim) – am Ende des Verfahrens. Die eingegangenen Stellungnahmen – alle im Wesentlichen „unkritisch“ – wurden in der Gemeinderatsitzung am Montag von Stadtplaner Marius Bergmann vom Planungsbüro IFK aus Mosbach vorgestellt. Hernach erfolgte deren Abwägung. Darüber hinaus beschloss das Gremium den Bebauungsplan „Trieb“ als Satzung.

Die Erschließung erfolgt in verschiedenen Bauabschnitten. „Von Seiten der Bürger sind keine Stellungnahmen eingegangen“, informierte Bergmann.

Winterquartiere von Fledermäusen gebe es im nordöstlichen Bereich nicht – die untere Naturschutzbehörde hatte eine Klärung gefordert. Starkregenereignisse werden in der Erschließungsplanung berücksichtigt. Insgesamt waren laut Bergmann keine wesentlichen Änderungen im Bebauungsplan aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen der Behörden erforderlich.

In der Aussprache im Gemeinderat wies Michael Messerer darauf hin, dass auf jedem Grundstück, das neu bebaut wird, mindestens ein Baum stehen und fünf Prozent der Fläche bepflanzt werden müsse.

Bauamtsleiterin Denise Reichert informierte auf Nachfrage, dass die Erschließungsarbeiten Ende Juli beginnen und bis zum Jahresende abgeschlossen sein sollen, so dass danach im Prinzip mit dem Hausbau begonnen werden kann. Ende Mai erfolge die Submission für die Erschließungsarbeiten, dann könnten die Quadratmeterpreise errechnet werden. Voraussichtlich ab Juni werde die Gemeinde Anfragen und Bauplatzreservierungen entgegennehmen, damit Bauwillige rechtzeitig planen können, erklärte Reichert auf Anfrage von Lars Ederer.

Pro Wohneinheit seien zwei Stellplätze vorzuhalten, im Mischgebiet mehr, erfuhr Arnold Knörzer auf Anfrage. „Bei Mehrfamilienhäusern besteht die Möglichkeit, Tiefgaragen anzulegen“, erklärte Ingenieur Bergmann. Um genügend Strom für Ladestationen von Elektroautos bei Bedarf bereitstellen zu können (Anregung von Arnold Knörzer) wird ein Leerrohr mit verlegt. Einen Busparkplatz – wie ursprünglich angedacht – (Anfrage von Eric Bachmann) wird es im Moment nicht geben.