Hardheim

Extremradfahrerin Dorothee Fleck in Hardheim Vortragsveranstaltung der IG „Mühlenradweg Erftal“ / Beeindruckende Darstellung einer ungewöhnlichen Tour durch 33 Länder

In zwei Jahren rund um den „schwarzen Kontinent“

Hardheim.Ganz in des Wortes Doppelsinn hat die als Extremradfahrerin apostrophierte Dorothee Fleck den Kontinent Afrika „erfahren“. Denn diesen Erdteil umrundete sie auf zwei Rädern. Sie legte in zwei Jahren, einem Monat und zwei Wochen zwischen 2015 und 2018 insgesamt 43 628 Kilometer durch 33 Länder zurück und sammelte dabei viele Eindrücke und Einsichten von den Verhältnissen, die diesen Kontinent und dessen Menschen in verschiedenster Hinsicht prägen.

Darüber berichtete sie am Donnerstag in einem Vortrag in der voll besetzten Aula des Hardheimer Schulzentrums. Die Besucher waren begeistert. Organisiert hatte die Veranstaltung die Interessengemeinschaft (IG) „Mühlenradweg Erftal“.

Dorothee Fleck war im Wesentlichen auf sich selbst gestellt, mutig und leistungswillig. Sie bewies, dass eine starke, selbstbewusste und auch ehrgeizige Frau ein solches Abenteuer erfolgreich bestehen kann. Zustatten kamen ihr dabei die Vielfalt der Schönheiten und Besonderheiten der verschiedenen Landstrichen und viele, in der Regel freundliche Begegnungen mit dort lebenden Menschen.

Im Nachhinein ist Dorothee Fleck stolz darauf, dass sie das Wagnis schaffte und erfolgreich abschloss, wobei sie vorher nicht wusste , ob es ihr überhaupt gelingen werde.

Mit attraktiven Bildern von ihrer Umrundung Afrikas und den damit verbundenen Betrachtungen charakterisierte die Extremradfahrerin die einzelnen Länder und die dort herrschenden, teilweise sehr konträren und kontrastreichen Verhältnisse. Sie informierte über die geografischen Gegebenheiten, über Klima und Temperaturen, die unterschiedlichen Landschaftstypen und die Situation der dort lebenden Menschen.

Die Rede war auch von manchmal wenig erfreulichen Verkehrsverhältnissen sowie der jeweils lokalen politischen und wirtschaftlichen Situation. Teilhaben ließ die Referentin die Besucher an all dem Schönen, das sie erlebt hat, aber auch an den Schwierigkeiten und Herausforderungen, die es zu bewältigen galt. Dazu gehörte zum Beispiel die immer wieder notwendige Visumbeschaffung ebenso wie schwer zu überwindende sandige Pisten, gesundheitliche Probleme und Steine werfende Kinder.

Zum Aufbau ihres Zeltes musste immer auf Neue ein geeigneter, sicherer Platz gefunden werden. Und obwohl Dorothee Fleck Namibia als ideal zum Wildzelten ansieht, war die Möglichkeit der Übernachtung in einer Wildpark-Lodge zwar weniger spannend, aber doch angenehmer. Dorthin kam sie, als sie in ihrem Zelt von einer Horde Elefanten bedroht und von einem Ranger gerettet wurde.

Vor großen Tiere werde zwar immer wieder gewarnt, aber auch kleine Tiere könnten durchaus sehr gefährlich sein und Gesundheitsprobleme verursachen, erklärte die Extremradfahrerin. Bei ihren Betrachtungen verdeutlichte sie auch, wie schnell sie das Vertrauen der Einheimischen gewann. So wurde ihr während eines Aufenthaltes in einer Lodge sogar für einige Zeit deren Führung übertragen.

Mit ihren anschaulichen Schilderungen fesselte die Referentin die Besucher, die beeindruckt waren von ihren Leistungen. Sie vermittelte zugleich Wissenswertes über die einzelnen Länder des „schwarzen Kontinents“ mit seinen inzwischen auch bei Touristen durchaus beliebten Ländern, Städten und sehenswerten Landschaften.

Mit frenetischem Beifall dankten die Besucher Dorothee Fleck für ihre lehrreiche und begeisternde Präsentation. Als äußeres Zeichen der Anerkennung und des Dankes überreichte Manfred Böhrer ihr als Vorsitzender der IG „Mühlenradweg Erftal“ einen Blumenstrauß. Z