Hardheim

Die Erweiterungsmaßnahmen am Krankenhaus Hardheim Daten und Fakten / Informationen zum Ablauf und zu den Kosten

Investition von insgesamt 4,3 Millionen Euro

Archivartikel

Hardheim.Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Krankenhaus Hardheim teilen sich in zwei Bauabschnitte. Der Bauabschnitt 1 umfasste den Bau von acht Patientenzimmern mit Dusche und WC im zweiten und dritten Obergeschoss, die Erweiterung und den Umbau der Intensiv-und Überwachungsstation im ersten Obergeschoss sowie im Erdgeschoss die Neuschaffung von Räumlichkeiten für die Endoskopieabteilung. Durch die Neuschaffung dieser Endoskopieabteilung ist es möglich, die bisher genutzten Räume der großen internistischen Praxis am Haus zur Verfügung zu stellen. Der Bauabschnitt 2 umfasste den Einbau eines Bettenaufzuges, eine deutliche Vergrößerung der chirurgischen Gemeinschaftspraxis im Erdgeschoss, die Schaffung von dringend notwendigen Räumen für den OP-Bereich im ersten Obergeschoss sowie die Erweiterung der gynäkologischen Praxis im zweiten Obergeschoss.

Platznot wurde gelindert

Grund und Auslöser des Bauabschnittes 1 war vor allem die Neuschaffung der dringend notwendigen Zimmer mit Naßzellen, die am Krankenhaus Hardheim nur beschränkt zur Verfügung standen.

Für den Bauabschnitt 2 waren der weitere Bettenaufzug für die Versorgungssicherheit und der deutliche Mehrbedarf an Sterilgutlagerfläche aufgrund der stark gestiegenen Endoprothetik maßgeblich.

Hoffen auf weitere Zuschüsse

Für den Bauabschnitt 1 hat das Land einen Zuschuss in Höhe von 1,48 Millionen Euro zugesagt. Weitere Förderanträge für den Bauabschnitt 2 und für die Brandschutzmaßnahmen wurden gestellt, aber bis jetzt noch nicht bewilligt. Es wird allerdings bis Ende 2019 mit einer Bezuschussung durch das Land gerechnet. Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen einschließlich der Brandschutzmaßnahmen belaufen sich auf 4,3 Millionen Euro. Die nicht durch Zuschüsse gedeckten Baukosten trägt die Gemeinde Hardheim. Mit den Baumaßnahmen wurde im September 2018 begonnen. Die Inbetriebnahme des OPs war bereits im Februar 2019. Die Inbetriebnahme des Bauabschnittes 1 (Patientenzimmer, Intensivstation, Endoskopie) erfolgt Anfang Juli.

Schnelle Bauzeit

Die relativ schnelle Bauzeit war nur möglich, da die Maßnahme in Modulbauweise errichtet wurde. Nach den Fundamentarbeiten im Jahr 2018 konnten die Fertigmodule im Januar und Februar 2019 aufgestellt werden. Im Anschluss daran waren noch erhebliche Andockungs- und Anbindungsarbeiten an den Altbestand notwendig. „Der Nutzen ist zweifellos für den Patienten erkennbar. Zum einen wird die Unterbringung dem heutigen Standard entsprechend gewährleistet. Zum anderen wurden die Wartebereiche in den Praxen deutlich vergrößert und tragen somit zur Verbesserung der Abläufe bei“, freut sich Krankenhausverwalter Ludwig Schön.

„Die Baumaßnahmen verliefen Dank aller am Bau beteiligten Firmen zügig und reibungslos“, bilanzierte er im Gespräch mit den FN. „Erhebliche Verzögerungen gab es allerdings bei der Aufzugsfirma, die nicht in der Lage war, den dringend notwendigen Aufzug zeitgerecht zu installieren.“ i.E.