Hardheim

Kindergarten St. Burkardus Räume wurden saniert / Eltern und Bauhof packten kräftig mit an

Kinder haben Spaß im neuem Ambiente

Gerichtstetten.Seit seinem Erstbezug im Jahr 1990 wurde der katholische Kindergarten St. Burkardus oberhalb der Grundschule Gerichtstetten nur partiell saniert – meist durch die Erzieherinnen selbst oder die Hausmeister. So entstand ein gewisser „Wartungsstau“, der in den zurückliegenden Monaten behoben wurde: Die Gemeinde Hardheim sanierte die Räume für rund 30 000 Euro. Besonders erfreulich war dabei die rührige Unterstützung durch mit anpackende Eltern.

Nachdem der Gemeinderat im Mai 2018 die Teilsanierung beschloss und das Erzbischöfliche Ordinariat grünes Licht gab, begannen die Bauhofmitarbeiter Robby Schenkel (Koordination, Elektro, Abbrucharbeiten), Nico Beyer und Heiko Rodemich (Malerarbeiten) und Thomas Hänel (Rückbau des Bodens) und die beteiligten Handwerksbetriebe Herbst (Hardheim; Decke), Beuchert-Raumgestaltung (Hardheim; Bodenbelag, Sockelleisten), Grein (Erfeld; Wasserinstallation), Wohnfitz (Walldürn; Küchen) und Eckert (Gerichtstetten; Estrich) Ende Juli mit den Arbeiten.

Das Ergebnis ist schon beim Eintreten sichtbar – für das Auge tragen primär die neuen Fußböden tragen zum „Wohlfühlcharakter“ des Kindergartens St. Burkardus bei: Als Ersatz für die ockergelben, mit den Jahren recht abgetretenen Klinker- und Linoleumbeläge wurde in den beiden Gruppenzimmern hellgrünes Linoleum verlegt, während Empfangs- und Küchenbereich hellgraue Böden aufweisen.

Mehr Farbe in den Räumen

Der Gruppenraum I wurde zusätzlich mit einer neuen Decke aufgewertet. „Ebenso machen die komplett geweißelten Wände mehr aus, als man auf den ersten Blick denken mag“, erklärte Kindergartenleiterin Sylvia Hefner. Dass die in beiden Gruppenzimmern komplett erneuerten Küchenzeilen über erhöhte Armaturen verfügen und die Gemeinschaftsküche durch eine Spülmaschine ergänzt wurde, hat indes eigene Gründe: Hier wurde den veränderten Hygienevorschriften Rechnung getragen.

Auch im nicht direkt sichtbaren Bereich wirkten die Handwerker – die Wasserleitungen wurden komplett auf den neuesten Stand gebracht. Außerdem wurden diverse Setzungsrisse im Mauerwerk des Gebäudes beseitigt.

Bürgermeister Volker Rohm, der sich beim Vor-Ort-Termin über die „erstklassige Gemeinschaftsleistung zum Wohle der Kinder“ freute, lobte neben der Mithilfe der Eltern vor allem das „sehr eng bemessene Zeitfenster von nur wenigen Wochen“, in dem die Arbeiten ausgeführt wurde.

Diesbezüglich galt sein Dank vor allem Bauamtsleiterin Denise Reichert, welche für die „herausragende Koordination der Handwerksbetriebe“ verantwortlich zeichnete. In diesem Zusammenhang würdigte er auch die „enorme Flexibilität“, mit der die Erzieherinnen und Kindergartenleiterin Sylvia Hefner die Maßnahmen ermöglichten, beispielsweise wurde das Sommerprogramm der Einrichtung kurzerhand auf die Sanierungsmaßnahmen abgestimmt.

„Jeder, der hier auf seine Art und Weise mitwirkte, zeigte enormen Verdienst und ist mit an einem hervorragenden Gesamtprojekt beteiligt“, fasste Rohm seine Freude zusammen. Gleichsam bekundete er seine Freude über die „nachhaltige und bedarfsorientierte Sanierung“, mit der man „weniger an pädagogischen Richtlinien festhielt, sondern die Räumlichkeiten viel mehr in einer solchen Art und Weise modernisierte, die vor Ort auch wirklich Sinn macht“, so das Gemeindeoberhaupt.

Bauamtsleiterin Denise Reichert hob hervor, dass die beeindruckende Mitarbeit der Eltern und des Bauhofs sich auch in finanzieller Hinsicht positiv bemerkbar mache: „Es konnte eine enorme Kostenersparnis verzeichnet werden“, stellte sie klar.

Kindergartenleiterin Sylvia Hefner erinnerte an „eine bereits seit Jahren erwartete Maßnahme“, mit deren Fertigstellung man „heuer eigentlich gar nicht mehr gerechnet hätte“. Obgleich der Löwenanteil der Arbeiten innerhalb der Urlaubszeit verrichtet wurde, brachten sich die Bauhofmitarbeiter und in besonders dankenswerter Weise die Eltern mit ganzer Kraft ein. „Es war kein Leichtes, etwa die Tapeten abzuziehen oder die Schränke aus- und einzuräumen“, hielt Hefner fest. Nicht unerwähnt ließ sie, dass die Eltern zahlreiche Firmen und Vereine gewannen. „Auf diese Weise erhielten wir zahlreiche Spenden für die Gemeinschaftsküche, über die wir sehr dankbar sind“, betonte die Kindergartenleiterin.

Im Namen der als Träger der Einrichtung fungierenden Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland und des Gerichtstettener Gemeindeteams dankte Gemeindereferentin Claudia Beger für das „gute Miteinander mit der politischen Gemeinde“ und äußerte ihre Freude über die rasche Umsetzung. Dass auch die Kinder viel Spaß im nunmehr hellen, freundlichen und behaglichen Ambiente im Kindergarten St. Burkardus haben, bewiesen sie beim glücklichen Spielen und Basteln in einem der beiden umfangreich modernisierten Gruppenräume. ad