Hardheim

125 Jahre Erftaldom Eindrucksvoller Festgottesdienst / Orchestermesse und Trompetensoli

Kirchenmusikalische „Schmankerl“ zum Fest

Archivartikel

Hardheim.Der Kirchenchor St. Alban Hardheim hat im Zusammenwirken mit dem Musikverein Schweinberg für das große Kirchenjubiläum „125 Jahre Erftaldom“ eine besondere neue Festmesse eines zeitgenössischen Komponisten für Chor und Orchester (Version für Bläser und Pauke) einstudiert. Sie wird neben zwei besonderen kirchenmusikalischen „Schmankerl“ des renommierten Trompeters Daniel Wimmer aus Karlsruhe und Stephanie Heiden aus Hardheim an der Orgel als ein besonderes Highlight das Festprogramm bereichern.

Das Fest der Kirchengemeinde findet, verbunden mit dem Fest der Freiwilligen Feuerwehr Hardheim, vom 21. bis 23. Juni auf dem Schlossplatz statt. Der Jubiläumsgottesdienst beginnt am Sonntag, 23. Juni, um 10.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche. Hauptzelebrant ist Erzbischof em. Robert Zollitsch. Es finden an diesem Tag keine weiteren Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen statt.

Jutta Biller dirigiert

Die Kooperation zwischen dem Kirchenchor und dem Musikverein Schweinberg hat sich bereits in der Vergangenheit bestens bewährt.

Eigens neu einstudiert hat Dirigentin Jutta Biller mit dem Hardheimer Kirchenchor zu dem Fest die „Missa brevis“ des zeitgenössischen niederländische Komponisten Jacob de Haan. Die Messe entstand im Auftrag des Conseil Départemental pour la Musique et la Culture de Haute-Alsace anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Geburt von Papst Leo IX in Éguisheim. Der Komponist dirigierte die Uraufführung am 23. Juni 2002.

Diese eingängige Festmesse kann in diversen variablen Spielstärken aufgeführt werden. Ausführliche Hinweise dazu gibt es auf der Internet-Seite von De Haan (www.jacob- dehaan.com/de/node/74).

Es handelt sich um ein modernes Werk, dessen populäre Tonsprache besonders im „Benedictus“ deutlich wird. Die Messesätze Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei eignen sich ausgezeichnet sowohl für die katholische als auch die protestantische Liturgie.

Eingängige, moderne Messe

Jacob de Haan, geboren am 28. März 1959 in Heerenveen in den Niederlanden als Sohn eines Musikinstrumentenbauers, ist einer der populärsten und meistgespielten Blasmusikkomponisten der Gegenwart. Er selbst spielt Klavier, Kornett und Flügelhorn. Seine Kompositionen, meist Auftragswerke, sind weltweit bekannt. „Oregon“, seine am häufigsten aufgeführte Komposition, brachte ihm den internationalen Durchbruch.

Jacob de Haan absolvierte ein Studium in den Fächern Schulmusik, Blasorchester-Direktion und Orgel an der Musik-Akademie Leeuwarden. Anschließend unterrichtete er Arrangement an derselben Akademie. Heute lebt er in Rotterdam und widmet sich vornehmlich der Komposition und dem Arrangieren.

Zeitgenössischer Komponist

Er erhielt bereits mehrere Auszeichnungen. Jacob de Haan ist außerdem regelmäßig als Gastdirigent bei Aufführungen seiner Werke nicht nur in Europa, sondern auch in Australien und in den USA tätig sowie als Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Seine Blasorchestermusik umfasst Konzertwerke in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, Messen, kurze konzertante Werke, Lehrmaterial für Anfänger, Unterhaltungsmusik sowie Märsche. Außerdem schreibt er zahlreiche Arrangements.

Schweinberger Bläser spielen

Neben den Schweinberger Musikern wird als besonderer Gast der renommierte Trompeter Daniel Wimmer den Gottesdienst mitgestalten. Er trägt zusammen mit Stephanie Heiden (Orgel) zwei Solostücke für Orgel und Trompete vor. Dabei handelt es sich um den ersten und den dritten Satz des von Johann Sebastian Bach bearbeiteten Vivaldi-Konzertes Nr. 1 in D-Dur, Bach-Werke-Verzeichnis 972.

Daniel Wimmer ist Lehrer am Copernicus-Gymnasium in Philippsburg. Er studierte Trompete, Dirigieren und Schulmusik an der staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe und der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim.

Daniel Wimmer Solotrompeter

Neben seiner ausgiebigen solistischen und kammermusikalischen Konzerttätigkeit als Trompeter spielte er in zahlreichen Orchestern, unter anderem im Bundesstudentenorchester „Junge Deutsche Philharmonie“, beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, beim Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und der Camerata Europeana, im Orchester des Nationaltheaters Mannheim und in der Badischen Staatskapelle Karlsruhe.

1997 war Daniel Wimmer Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Wertung Trompete solo. Als Dirigent und Gastdirigent arbeitet er mit verschiedenen Orchestern und Chören zusammen. Seit mehreren Jahren ist er als Lehrgangsleiter und Dozent bei den D-Kursen des Blasmusikverbands Biberach/Riss tätig. i.E